
Servus Eddie – Spätes Glück
war: Aus, Äpfel, Amen! |
–
Fernsehpremiere in der ARD/Das Erste: Freitag, 31. Juli
2026, 20:15 Uhr ; Wdh. Sa 1.8.26, 01:30 Uhr. In der ARD-Mediathek bereits seit Donnerstag,
30. Juli 2026
– #1 Die Chefin (Wdh. von 2021) : 3,9 Mio Zuschauer ab 3
Jahren= 22,6% Marktanteil - ZDF
– #2 Servus Eddie - Spätes Glück : 2,93 Mio Zuschauer ab 3
Jahren = 16,8% Marktanteil - ARD ; ab 01:42 Uhr: 0,19 Mio ZS
= 6,6% MA. Quellen: AGF/GfK / DAP AGF Scope |
Eine hochkarätige Besetzung und viel Lokalkolorit: In der
bayerischen Landeshauptstadt fiel am 13. August 2024 die letzte
Klappe für "Aus, Äpfel, Amen!" (AT). In der neuen
ARD-Degeto-Film-Komödie für den Sendeplatz „Endlich Freitag im
Ersten“ ist Maximilian Brückner als Polizeihauptmeister Eddie auf
der Spur des Obdachlosen Adam, gespielt von TV-Urgestein Günther
Maria Halmer, der sich mit seinem Diebesgut aus dem Staub macht. Vor
der Kamera von Wolfgang Aichholzer standen neben Maximilian Brückner
und Günter Maria Halmer u.a. Jutta Speidel, Gerhard Wittmann und
Marlene Morreis. Felix Karolus inszenierte das Drehbuch von Gerlinde
Wolf und Felix Karolus. Gedreht wurde von Mitte Juli bis Mitte
August in München und Umgebung.
Besetzung:
Günther Maria Halmer - Adam Einmiller
Maximilian Brückner - Eddie Kolozecik
Jutta Speidel - Maria Kolozecik, Eddies Mutter
Marlene Morreis - Frau Schröder
Gerhard Wittmann - Carlo Reitner
Ercan Karacayli - Deniz
Andrea Beblo-Krause - Ärztin
Kathrin von Steinburg - Frau Wedig, Eddie und Carlos
Vorgesetzte
Josef Eder - Herr Haller
Anastasia Papadopoulou - Amalia
Julian Baschab - Max
Emil Vorbrugg - Moritz
Stefan Betz - Herr Friedel von der Friedhofsverwaltung
Astrid Polak - Frau Schwarzenbeck
Ewa Patricia Klosowski - Schwester Milena
Lars Krone - Felix Schneider, Polizist
Monika Maria Herzing - Marion Fischer, Polizistin
Christine Garbe - Emma Müller, Polizistin
Heinz Wanitschek - Obdachloser
Luca Verhoeven - Nachbar mit Baby
Christian Hofer - Race Car Fahrer
Christian Nils Dlusztus - Ehemann
Anna Kaminski - Ehefrau
Sophie Röhrmoser - Marlene Naun |
Stab:
Regie: Felix Karolus
Drehbuch: Gerlinde Wolf und Felix Karolus
Casting: Stefany Phohlmann ; Komparsen/Kleindarsteller: Du
Bist Film GmbH
DoP: Wolfgang Aichholzer
Setfotograf: Hendrik Heiden
Kostümbild: Silke Schmelzer
Maskenbild: Germaine Mouth und Barbara Spenner
Szenenbild: Christian Kettler
Licht: Fred Dombrowka
Ton: Attila Makai
Schnitt: Florian Leitl
Musik: Andrej Melita
Stunts: StuntMac GmbH (Mac Steinmeier)
Produzenten: Christian Hofer und Luca Verhoeven
Produktionsfirma: New!Move Films für ARD/Degeto
Drehzeit: 15.7. - 13.8. 2024
Drehort: München und Umgebung
Quelle: Crew-United, 13.8.24 |

First day of shooting Day 1 😎👋 #newmovie
#film #actor #setup
Maximilian Brückner auf Instagram, 16.7.24 |

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Am Set 🎬 mit wundervollen
Kolleg:innen und einem tollen Team. ❤️
Andrea Beblo-Krause auf Instagram, 18.7.24 (mit weiteren
Fotos) |

Andrea Beblo-Krause mit Günther Maria Halmer
Instagram,
18.7.24 |

Maximilian Brückner am Set mit Emil Vorbrugg
(m.), Julian Baschab (r.) |

und Gerhard Wittmann. Instagram, 23.7.24 |

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Filmabsicherung 🎥 Heute waren
wir bei einem Filmdreh am Wasser zur Absicherung.
🌊🎬 Wir hatten viel Spaß und gute Laune mit der
gesamten Film Crew, unter anderem mit
@bruecknermaximilian 😊☀️
DLRG OV Geretsried e.V. auf Instagram, 29.7.24 |
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Und wie grillt ihr immer so? 🍔😅😉 #grillmaxe
#neuerstandort #neuerdreh. Maximilian Brückner auf Instagram,
6.8.24 |
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v.l.: DoP Wolfgang Aichholzer, Produzent
Luca Verhoeven (new!move films), Marlene Morreis (Rolle:
Frau Schröder), Regisseur Felix Karolus, Günther Maria
Halmer (Rolle: Adam) und Maximilian Brückner (Rolle:
Eddie) bei Dreharbeiten für “Aus, Äpfel, Amen”.
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden |
Abgedreht: "Aus, Äpfel, Amen!" (AT)
Zum Inhalt: Ex-Kommissar Eddie Kolozecik (Maximilian
Brückner) ist Polizeibeamter mit Leib und Seele. Trotz
seiner Zurückstufung in den Streifendienst macht der
eigenmächtige Mittvierziger weiter Jagd auf Drogenhändler –
in seiner Freizeit, vor Dienstbeginn! Auf dem Weg mit zwei
Kleindealern zur Wache gerät Eddie überraschend in einen
Routinefall: Frau Schröder (Marlene Morreis) verfolgt den
Obdachlosen Adam (Günther Maria Halmer), der sich am
Kollektekorb der nahen Kirche bedient hat. Eddie sieht sich
sofort gezwungen einzugreifen, aber sein Einsatz endet im
Fiasko: Die Dealer und der Dieb entkommen – und die erboste
Frau Schröder droht mit Konsequenzen! Um die Sache in
Ordnung zu bringen, macht sich Eddie auf die Suche nach
Adam. Dabei muss er auf die Unterstützung seines
langjährigen Kollegen Carlo (Gerhard Wittmann) weitgehend
verzichten, denn der hat Eddies Faxen, die zunehmend auch
Carlos Job gefährden, langsam satt. Als Eddie mehr über den
betagten Ex-Zahnarzt Adam erfährt, beginnt er mit seiner
verwitweten Mutter Maria (Jutta Speidel), die eigene
Familiengeschichte zu reflektieren.
"Aus, Äpfel, Amen!" (AT) ist eine Produktion der new!move
films GmbH im Auftrag der ARD Degeto Film für die ARD. Als
Produzenten zeichnen Christian Hofer und Luca Verhoeven
verantwortlich. Die Redaktion liegt bei Claudia Grässel und
Stefan Kruppa (beide ARD Degeto Film).
Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Quelle: Degeto |
Hart,
härter - Eddie! So sieht sich der Münchner Polizeibeamte
Eddie Kolozecik. Mit seiner „Smith & Wesson“ als Partner
möchte der Stadtsheriff die Isarmetropole aufräumen. Leider
schießt Eddie dabei gern übers Ziel hinaus und ist nach
seiner Degradierung im Streifendienst gelandet. Um in den
höheren Dienst zurückzukommen, legt Eddie vor Dienstbeginn
private Sonderschichten ein. Als verdeckter Ermittler in
Zivil stellt er zwei harmlosen Kleindealern eine Falle. Doch
ausgerechnet ein Zusammenstoß mit Adam Einmiller, der kurz
zuvor eine Kirchen-Kollekte geklaut hat, bringt den sicher
geglaubten Ermittlungserfolg ins Wanken. Bei der Kollision
mit dem obdachlosen Senior verliert Eddie nicht nur seine
Dienstwaffe, sondern handelt sich durch eine Zeugin auch
gewaltigen Ärger ein. Um den Schaden wiedergutzumachen,
kümmert er sich um Adam - und entdeckt dabei eine
unerwartete Verbindung. Als Eddie schließlich erfährt, dass
der ältere Mann seiner Mutter keineswegs unbekannt ist, wird
sein Ermittlerinstinkt endgültig geweckt …
Seine Rolle als Adam Einmiller setzt den bewegenden
Schlusspunkt unter Günther Maria Halmers außergewöhnliche
Karriere mit mehr als 180 Film- und Fernsehrollen sowie
zahlreichen Theaterengagements [zuletzt als „Brandner
Kaspar“ im Münchner Residenztheater]. Der beliebte
Schauspieler verstarb im Mai 2026 im Alter von 83 Jahren.
Als urbayrischer Stadtsheriff schlüpft der mehrfach
ausgezeichnete Maximilian Brückner in eine ebenso kantige
wie tragikomische Hauptrolle. Um aus der Karrieresackgasse
Streifendienst rauszukommen, muss der Titelheld sein
hollywoodreifes Bad-Cop-Getue hinter sich lassen.
"Polizeiruf 110"-Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit
Gerlinde Wolf das Drehbuch verfasste, zeigt ein wunderbares
Gespür fürs Unterhaltsame. Zu dem exzellenten Cast mit
Marlene Morreis und Gerhard Wittmann zählen die Münchner
Schauspiel-Ikonen Jutta Speidel und Günther Maria Halmer,
der in "Servus Eddie - Spätes Glück" in seiner letzten
Filmrolle zu sehen ist. München als „Weltstadt mit Herz“
bildet die Kulisse für einen Fernsehfilm, der pointierten
Dialogwitz und turbulente Wendungen mit berührenden Momenten
verbindet.
Quellen: TV-Info und Fernsehserien.de |

Eddie (Maximilian Brückner, l.) stellt die
beiden Drogendealer Max (Julian Baschab, Mitte) und Moritz
(Emil Vorbrugg, r.) am Isarufer.
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden |

Adam Einmiller (Günther Maria Halmer, Eddie
Kolozecik (Maximilian Brückner) und seine Mutter Maria
(Jutta Speidel).
Foto: ARD Degeto Film | new!move films | Hendrik Heiden.
Quellen: Filmstarts und ARD Pressekit |
Letzte Filmrolle von Günther Maria Halmer: «Servus Eddie»
Mit „Spätes Glück“ setzt Das Erste Ende Juli auf eine
bayerische Tragikomödie mit Maximilian Brückner und der
letzten Filmrolle von Günther Maria Halmer.
Das Erste zeigt am Freitag, den 31. Juli 2026, um 20.15 Uhr
die neue Tragikomödie «Servus Eddie - Spätes Glück». Bereits
einen Tag zuvor wird der Film in der ARD Mediathek
veröffentlicht. In der Hauptrolle ist Maximilian Brückner
als Münchner Polizeibeamter Eddie Kolozecik zu sehen, der
sich selbst als knallharten Cop betrachtet, in Wirklichkeit
aber nach einer Degradierung im Streifendienst festhängt.
Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit Putzi von Adamo
auch das Drehbuch verfasste, erzählt die Geschichte eines
Mannes, der zwischen beruflichen Rückschlägen, familiären
Konflikten und seiner eigenen Vergangenheit einen neuen Weg
finden muss. Als Eddie bei einer privaten Ermittlungsaktion
die Kontrolle verliert und ausgerechnet mit dem obdachlosen
Adam Einmiller zusammenstößt, gerät sein ohnehin fragiles
Leben weiter aus den Fugen. Die Begegnung entwickelt sich
jedoch zu einer unerwarteten Verbindung, die Eddie
schließlich auf die Spur eines lange verdrängten
Familiengeheimnisses führt.
Neben Brückner stehen Jutta Speidel als seine Mutter Maria,
Marlene Morreis, Gerhard Wittmann und Ercan Karacayli vor
der Kamera. Eine besondere Bedeutung kommt Günther Maria
Halmer zu, der den obdachlosen Adam Einmiller verkörpert.
Der Schauspieler verstarb im Mai 2026 im Alter von 83
Jahren. „Spätes Glück“ markiert seine letzte Filmrolle und
bildet den Abschluss einer Karriere mit mehr als 180 Film-
und Fernsehproduktionen.
Im Begleitmaterial erinnert sich Maximilian Brückner an die
Zusammenarbeit mit Halmer, dessen Familie bereits seit
vielen Jahren mit seiner eigenen verbunden war. Umso größer
sei die Freude gewesen, erstmals gemeinsam vor der Kamera zu
stehen. Auch Jutta Speidel würdigt ihren langjährigen
Kollegen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg mehrfach
gearbeitet hatte. Sein Tod habe sie sehr getroffen, erklärte
die Schauspielerin. Gedreht wurde die Produktion der
new!move films GmbH bereits im Sommer 2024 in München und
Umgebung.
Quelle: Fabian Riedner für Quotenmeter |
Freitag im Ersten – "Servus Eddie - Spätes Glück":
Ab Donnerstag, 30. Juli 2026 in der ARD-Mediathek ; Am
Freitag, 31. Juli 2026, 20:15 Uhr in Das Erste/ARD
Als urbayrischer Stadtsheriff schlüpft der mehrfach
ausgezeichnete Maximilian Brückner in eine ebenso kantige
wie tragikomische Hauptrolle. Um aus der Karrieresackgasse
Streifendienst rauszukommen, muss der Titelheld sein
hollywoodreifes Bad-Cop-Getue hinter sich lassen.
Polizeiruf-Regisseur Felix Karolus, der gemeinsam mit Putzi
von Adamo das Drehbuch verfasste, zeigt ein wunderbares
Gespür fürs Unterhaltsame. Zu dem exzellenten Cast mit
Marlene Morreis und Gerhard Wittmann zählen die Münchner
Schauspiel-Ikonen Jutta Speidel und Günther Maria Halmer –
der in „Servus Eddie - Spätes Glück“ in seiner letzten
Filmrolle zu sehen ist. München als „Weltstadt mit Herz“
bildet die Kulisse für einen Fernsehfilm, der pointierten
Dialogwitz und turbulente Wendungen mit berührenden Momenten
verbindet.
Hart, härter – Eddie! So sieht sich der Münchner
Polizeibeamte Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner). Mit
seiner „Smith & Wesson“ als Partner möchte der
Stadtsheriff die Isarmetropole aufräumen. Leider schießt
Eddie dabei gern übers Ziel hinaus und ist nach seiner
Degradierung im Streifendienst gelandet. Um in den höheren
Dienst zurückzukommen, legt Eddie vor Dienstbeginn private
Sonderschichten ein. Als verdeckter Ermittler in Zivil
stellt er zwei harmlosen Kleindealern eine Falle. Doch
ausgerechnet ein Zusammenstoß mit Adam Einmiller (Günther
Maria Halmer), der kurz zuvor eine Kirchen-Kollekte geklaut
hat, bringt den sicher geglaubten Ermittlungserfolg ins
Wanken. Bei der Kollision mit dem obdachlosen Senior
verliert Eddie nicht nur seine Dienstwaffe, sondern handelt
sich durch eine Zeugin (Marlene Morreis) auch gewaltigen
Ärger ein. Um den Schaden wiedergutzumachen, kümmert er sich
um Adam und entdeckt dabei eine unerwartete Verbindung. Als
Eddie schließlich erfährt, dass der ältere Mann seiner
Mutter (Jutta Speidel) keineswegs unbekannt ist, wird sein
Ermittlerinstinkt endgültig geweckt …

Frau Schröder (Marlene Morreis),
Carlo Reitner (Gerhard Wittmann), Eddie Kolozecik
(Maximilian Brückner), Adam Einmiller (Günther
Maria Halmer) |

Eddie Kolozecik (Maximilian
Brückner) und Kollege Carlo Reitner (Gerhard
Wittmann) |
Interviews
Fragen
an Maximilian Brückner als Eddie:
Wie würden Sie den Polizisten Eddie, die von Ihnen
gespielte Titelfigur, beschreiben?
Eddie ist ein Träumer, der sich für einen Cop à
la Bruce Willis hält, aber nicht im Entferntesten
Ähnlichkeit mit jenem hat. Er lebt immer noch bei
seiner Mutter, was tief blicken lässt.
„Servus Eddie - Spätes Glück“ erzählt sensibel von
Schuld, Trauer und Versöhnung. Besonders die
drohende Auflösung des Grabes von Eddies Vater
zwingt Eddie, sich seinem Verlust zu stellen. Setzen
Sie sich selbst bereits mit dem Thema Tod
auseinander?
Ich verdränge ihn halt auch – wie alle anderen.
Der Film ist tief in München und Bayern verwurzelt –
atmosphärisch, sprachlich und auch durch seine
Besetzung. Warum ist dieses starke regionale Kolorit
offenbar auch überregional beim Publikum beliebt?
Weil es sehr authentisch ist. Der Dialekt hat
eine eigene Kraft und Wärme. Mich erinnert „Servus
Eddie - Spätes Glück“ ein bisschen an die
„Münchner Geschichten“ von Helmut Dietl. Dieses
alte Giesing, das so gar nicht nach Stadt wirkt,
sondern eher wie ein Dorf. Die Typen, denen man
dort begegnet, und die versuchen, sich durchs
Leben zu kämpfen.
Ende vergangenen Jahres wurden Sie mit dem
Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet – für
schauspielerische Leistungen, die die Werte der
Bayerischen Verfassung lebendig machen. Was bedeutet
Ihnen diese besondere Ehrung persönlich?
Ich habe mich sehr gefreut über diese
Auszeichnung. Ich lebe hier und fühl‘ mich unserer
Kultur stark verbunden. Die Verfassung ist ein
unglaubliches Gut, das wir gerade in Zeiten wie
diesen pflegen und schützen müssen.
Mit Günther Maria Halmer stand für „Servus Eddie -
Spätes Glück“ ein großer Schauspieler vor der
Kamera, der leider die Ausstrahlung des Films nicht
mehr erleben konnte. Wie haben Sie die
Zusammenarbeit mit ihm erlebt? Kannten Sie sich
bereits vor diesem Projekt – und wie werden Sie ihn
in Erinnerung behalten?
Meine Eltern waren gut mit Günther und seiner
Frau befreundet. Er war oft beim Essen bei uns zu
Hause. Mir war er natürlich schon lange von seinen
Filmen bekannt. Ich habe mich wahnsinnig gefreut,
dass wir endlich zusammen gespielt haben. Umso
trauriger, dass es das letzte Mal war. Ich hab‘
viel von ihm gelernt, er war äußerst präzise.
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Adam Einmiller (Günther Maria
Halmer) und Maria Kolozecik (Jutta Speidel)
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Fragen
an Jutta Speidel als Maria:
Im Film soll nach 30 Jahren das Grab von Eddies
Vater aufgelöst werden – ein Moment, der alte Wunden
wieder aufreißt. Welche Bedeutung haben
Erinnerungsorte für Sie persönlich? Braucht Trauer
einen konkreten Ort wie ein Grab?
Das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe zu
Friedhöfen eher weniger Beziehung. Die Menschen,
die von mir gegangen sind und die mir viel
bedeutet haben, trage ich im Herzen, dazu brauche
ich keinen Pilgerort.
Maria sagt im Film einen zentralen Satz: Man müsse
lernen, sich selbst zu verzeihen und Frieden mit
sich zu schließen. Inwieweit leben Sie auch privat
nach diesem Motto?
Ja, das ist ein guter Ansatz, auch um zu lernen,
anderen zu verzeihen. Ich tue das, wenn die
Beziehung es mir wert ist, jedoch gibt es auch
Menschen, die ich komplett aus meinem Leben
gestrichen habe und denen ich keine Träne
nachweine.
Als Eddie plötzlich auf ihre Hilfe angewiesen ist,
verlässt Maria trotz ihrer Angststörung erstmals
seit Jahren wieder ihre sichere Wohnung. Über sich
selbst hinauswachsen, ein Wagnis eingehen: Ist das
etwas, das auch Sie selbst auszeichnet?
Mutig zu sein und aus dem eigenen Hamsterrad
auszutreten, ist absolut ein Lebensmotto von mir,
immer schon. Jedoch lässt es sich leicht reden,
wenn man unter keiner Angststörung leidet. Maria,
die Arme, hat eine schwere Form dieser Störung,
ihre Geschichte allein wäre einen eigenen Film
wert.
Mit Adam zeigt der Film eine Figur, die am Rand der
Gesellschaft lebt und sich als Obdachloser durch
München kämpft. Das berührt auch Ihr eigenes
Engagement für wohnungslose Mütter. Ist diese Arbeit
über die Jahre fordernder geworden in einer Stadt
wie München?
Mein Verein für obdachlose Mütter und deren
Kinder wird im nächsten Jahr 30 Jahre alt, und ich
muss leider sagen, dass sich die Lage bezüglich
unserer Familien und im gesamten Land nicht
verbessert hat, sondern dass es schlimmer ist als
je zuvor.
Günther Maria Halmer, mit dem Sie bereits mehrfach
zusammengearbeitet haben, ist im Mai dieses Jahres
verstorben und konnte die Ausstrahlung des Films
leider nicht mehr erleben. Welche Erinnerungen
verbinden Sie mit ihm – als Kollege und als Mensch?
Ich kannte Günther als Kollegen seit sicherlich
40 Jahren und habe einige sehr schöne Filme mit
ihm gemacht. Sein Tod, der für mich plötzlich kam,
hat mich sehr traurig gemacht. Wieder ist ein
unverwechselbarer Schauspieler aus unseren Reihen
gegangen. Wünschen wir ihm, dass es ihm gut geht,
wo er ist, und dass er dort mit vielen
weltberühmten Kollegen außerirdische Filme dreht.
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Quelle: ARD Pressekit. Redaktion: Alessandra
Crivellaro und Carina Hoffmeister. Fotos: ARD Degeto Film |
new!move films | Hendrik Heiden
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Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner, M.)
hat die beiden Drogendealer Moritz (Emil Vorbrugg, l.) und
Max (Julian Baschab, r.) im Schlepptau |

Eddie (Maximilian Brückner, l.) versucht
seinen Kollegen Felix Schneider (Lars Krone, r.) zu
bestechen |
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Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner) und
die wohnungslose Frau Schröder (Marlene Morreis.) kommen
sich näher |

Dart-Date: Eddie (Maximilian Brückner) und
Frau Schröder (Marlene Morreis) zocken bei Deniz (Ercan
Karacayli, r.) |
Diese und weitere Setfotos (ARD Degeto Film | new!move films
| Hendrik Heiden) auf Moviepilot
"Servus Eddie" könnte auch eine neue Freitagsreihe werden: Ähnlich
wie in "Ein Münchner im Himmel" spielt Maximilian Brückner in
"Spätes Glück" (Degeto/new! Move films) einen Ur-Bayern, diesmal
nicht als Taxifahrer, sondern als zum Streifenpolizisten
degradierter Kommissar, der sich mit seiner eigenwilligen Art immer
wieder in Schwierigkeiten bringt. Die schönere Rolle (und seine
letzte) hat allerdings der im Mai verstorbene Günther Maria Halmer
als Zahnarzt, den der Tod seines Sohnes vor 30 Jahren aus der Bahn
geworfen hat. Die Inszenierung ist so entspannt wie der bayerische
Bluesjazz, die Handlung wirkt mitunter etwas unrund, aber das
Ensemble, zu dem auch Marlene Morreis, Jutta Speidel und Gerhard
Wittmann gehören, macht Lust auf mehr. Vollständige Kritik von
Tilmann P. Gangloff auf Tittelbach.tv. 3 1/2 von 6 möglichen Sternen
Drei Todesfälle überschatten ARD-Film "Servus Eddie"
Am 31. Juli zeigt das Erste "Servus Eddie - Spätes Glück", hinter
dem eine besonders tragische Geschichte steckt: Weder der
ursprüngliche Hauptdarsteller noch der Ideengeber oder der spätere
Hauptdarsteller Günther Maria Halmer erleben die TV-Ausstrahlung.
Eigentlich war Elmar Wepper für die Hauptrolle des obdachlosen Adam
Einmiller vorgesehen. Die Figur war sogar speziell für den beliebten
Schauspieler entwickelt worden. Doch dazu kam es nicht mehr: Elmar
Wepper starb am 31. Oktober 2023 im Alter von 79 Jahren überraschend
an Herzversagen – Monate vor Beginn der Dreharbeiten.
Nach seinem Tod musste die Produktion kurzfristig neu besetzt
werden. Die Wahl fiel auf Günther Maria Halmer, der die Rolle
schließlich übernahm.
Der nächste Schicksalsschlag traf Produzent Luca Verhoeven im
Frühjahr 2024. Sein Vater, der Regisseur Michael Verhoeven, starb im
Alter von 85 Jahren – nur wenige Monate vor Drehbeginn.
Dabei wäre "Servus Eddie - Spätes Glück" ohne ihn wohl nie
entstanden. Michael Verhoeven hatte seinen Sohn auf die Idee
gebracht, die Geschichte eines Obdachlosen und eines Polizisten neu
zu erzählen. Inspiriert wurde er dabei von seinem eigenen Film
„Gefundenes Fressen“ aus dem Jahr 1977. Darin spielte Heinz Rühmann
einen Landstreicher namens Alfred Eisenhardt, der nach dem Krieg nie
wieder richtig Fuß fasste und von Mallorca träumt. Mario Adorf mimte
den Polizisten Erwin Kolozecik. Trotz des schweren Verlustes hielt
Luca Verhoeven an dem Projekt fest und verstand den Film auch als
Hommage an seinen Vater.
Der dritte Todesfall macht den Film endgültig zu einem besonderen
Vermächtnis. "Münchner Geschichten"- und "Anwalt Abel"-Star Günther
Maria Halmer starb am 10. Mai 2026 im Alter von 83 Jahren nach einer
Krebserkrankung. „Das ist so tragisch. Ich hätte mir gewünscht,
dass Günther den Film, den er maßgeblich mitgetragen hat, noch
hätte sehen können“, so Luca Verhoeven zu 'Bild'. „Es war
ein menschliches Vergnügen, mit ihm zu drehen. Am Set hingen wir
alle an seinen Lippen. Er hat die Rolle grandios gespielt und die
Dreharbeiten bei teilweise 30 Grad tapfer durchgehalten. Er
hinterlässt eine riesige Lücke.“
"Servus Eddie - Spätes Glück" wurde damit zu seinem letzten Film.
Als ehemaliger Zahnarzt Adam Einmiller verkörpert Halmer einen Mann,
der nach einem schweren Schicksalsschlag alles verloren hat und mit
seiner Vergangenheit ringt. Gedreht wurde der Film bereits im Sommer
2024 – lange bevor sein Tod absehbar war.
Darum geht es in "Servus Eddie - Spätes Glück": Im Mittelpunkt steht
der Münchner Polizist Eddie Kolozecik (Maximilian Brückner), der
nach einer Degradierung mit eigenmächtigen Aktionen wieder Karriere
machen will. Bei einem missglückten Einsatz trifft er auf den
obdachlosen Adam Einmiller (Halmer). Dabei verliert Eddie nicht nur
seine Dienstwaffe, sondern stößt auch auf ein lange verborgenes
Familiengeheimnis. Aus der zunächst zufälligen Begegnung entwickelt
sich eine Geschichte über Schuld, Versöhnung und zweite Chancen.
Artikel von Ina Milert, Focus, 20.7.26
Review TV: "Servus Eddie - Spätes Glück"
Nach "Ein Münchner im Himmel" spielt Maximilian Brückner (an der
Seite von Günther Maria Halmer!) erneut einen Parade-Münchner in der
sentimentalen Komödie "Servus Eddie - Spätes Glück", die ab 30. Juli
in der ARD-Mediathek und am 31. Juli in der Reihe "Endlich Freitag
im Ersten" zu sehen sein wird.
„Servus“ und „Habe die Ehre“. So grüßt der stets
gechillte Eddie (Maximilian Brückner) die Leute, wenn er in der früh
aus seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Au tritt. Wobei es
strenggenommen nicht seine Wohnung ist, sondern die seiner Mutter
(Jutta Speidel), bei der der Nesthocker auch mit Mitte Dreißig noch
wohnt, brav die Schuhe auszieht, bevor er eintritt, und traurig
schaut, wenn es schon wieder nur Fischstäbchen zum Abendessen gibt.
Beruflich ist er in die Fußstapfen seines vor 30 Jahren verstorbenen
Vaters getreten, der als sein großes Vorbild Kommissar bei der
Münchner Polizei war. Doch so richtig auf dem Kasten hat es der
Eddie nicht, weil er durch zahlreiche Alleingänge seinen
Kommissarsposten verloren und zum Streifenpolizist an die Seite von
Carlo (Gerhard Wittmann) abkommandiert worden ist. Das hindert ihn
allerdings nicht daran, weiter auf cooler Cop zu machen und in
seiner dienstfreien Zeit mit der alten Smith & Wesson seines
Vaters Drogendealer an der Isar zu schnappen.
Der Schlamassel beginnt, als sich die „Übergabe“ der beiden Dealer
mit einer lächerlichen Verfolgungsjagd kreuzt, die Eddie – und das
ist wie eine Fügung des Schicksals – auf den alten Obdachlosen Dr.
Adam Einmiller (Günther Maria Halmer) und die zu einer singenden
Dirndl-Kombo gehörende fesche Frau Schröder (Marlene Morreis)
treffen lässt, die beide sein Leben auf den Kopf stellen. Die eine,
weil sie ihm den Kopf verdreht, der andere, weil er durch ihn wieder
einen klaren Kopf bekommt.
Seinem Eddie verpasst Publikumsliebling Maximilian Brückner in
"Servus Eddie - Spätes Glück" weniger stenzhafte Züge als seinem
Wiggerl im Kinofilm "Ein Münchner im Himmel" (der übrigens erst ein
Jahr nach dem TV-Film entstanden ist), dennoch ist er quasi in
beiden Filmen ein Münchner wie aus dem Bilderbuch. Die bayerische
Landeshauptstadt zeigt Regisseur Felix Karolus von ihrer schönsten
Seite. Und Helmut-Dietl-Vibes gibt es natürlich auch, nicht nur
durch Carlos Handyklingelton (die Erkennungsmelodie von "Monaco
Franze"), sondern durch Günther Maria Halmer, der unvergessliche
Lebenskünstler Tscharlie aus den "Münchner Geschichten". In "Servus
Eddie" ist er allerdings ein trauriger Mann, der den Tod seines
Sohnes vor vielen Jahren nie verkraftet hat und sich vor allem die
Mitschuld daran gibt. Er vermisst den Jungen schmerzlich. So wie
auch Eddie seinen Vater vermisst. Mit seinen feinen Zwischentönen
ist der Film dann doch weniger Polizei-Klamauk als eine
Vater-Sohn-Geschichte im doppelten Sinn, weil nicht nur Eddie in Dr.
Adam, sondern auch Dr. Adam in Eddie Ersatz für die verlorenen
Personen in ihren Leben finden. Besprechung von Barbara Schuster, The Spot Media & Film / Blickpunkt:Film,
21.7.26
Der letzte Film von Günther Maria Halmer: Jutta Speidel erinnert
sich an den Dreh: „Er war einer der ganz Großen“
Es sind Szenen, die in vielfacher Hinsicht zu Herzen gehen. Man
sieht einen alten Mann, etwas heruntergekommen, auf dem Friedhof
sitzen. Er hat einen großen Rucksack bei sich, man ahnt, dass er
sich längere Zeit nicht gewaschen hat, glücklich jedenfalls sieht er
nicht aus. Später erfährt der Zuschauer, dass Adam Einmiller kein
Obdach hat und auf der Straße beziehungsweise eben einem Münchner
Friedhof lebt. Als wäre das nicht schon Bürde genug, erfährt er,
dass das Grab, in dem vor 30 Jahren sein Sohn beigesetzt wurde,
aufgelöst wird – es sei denn, der alte Mann zahlt 1500 Euro,
verlängert die Stelle und den Grabstein, auf dem auch mal sein Name
stehen soll.
So der Anfang des Films, der ab dem 30. Juli in der ARD-Mediathek
abrufbar ist und am 31. Juli um 20:15 Uhr im Ersten gezeigt wird.
Was die Eingangssequenz von "Servus Eddie" doppelt berührend macht,
ist ihr Darsteller: Günther Maria Halmer ist hier in seiner letzten
Fernsehrolle zu sehen. An seiner Seite: Maximilian Brückner und
Jutta Speidel, die sich im Gespräch mit unserer Zeitung an ihren
Kollegen erinnert.
Für einige Filme wie "Oh Tannenbaum" aus dem Jahr 2007 (Speidel: „Der
wird jedes Jahr im Advent wiederholt“) oder "Mein Traum von
Afrika" haben die beiden schon früher gemeinsam vor der Kamera
gestanden – „und es war immer schön“, erzählt Speidel. Die
beiden TV-Stars kannten sich fast 40 Jahre lang, sind sich bei
Veranstaltungen oder gemeinsamen Freunden wie Michaela May immer
wieder über den Weg gelaufen. „Wir haben uns als Kollegen sehr
geschätzt“, sagt die 72-Jährige. Halmer sei ein richtig guter
Schauspieler gewesen. „Mit ihm ist einer der ganz Großen
gegangen – und es werden immer weniger, die noch da sind“,
erklärt die Münchnerin und erinnert an Kollegen wie Mario Adorf, die
ebenfalls unlängst verstorben sind. „Da geht gerade eine ganze
Garde toller, großartiger Menschen. Das macht mich traurig.“
Gleichzeitig, schiebt sie mit einem Lachen hinterher, hoffe sie,
dass „ich ganz steinalt werde“.
Topfit ist sie jedenfalls, die Schauspielerin, die so gar nicht
einstimmen kann in die Klagen vieler Kolleginnen jenseits der 50,
die keine guten Angebote mehr bekommen. „Seit letztem Jahr
könnte ich ununterbrochen drehen“, berichtet Speidel. „Und
das tue ich jetzt auch.“ Vom "Bozen-Krimi" über einen "Tatort"
aus Kiel bis hin zu zwei Filmen mit „anspruchsvolleren, schönen
Frauenfiguren“ sei die Bandbreite zudem groß.
Zurück zu "Servus Eddie", diesem zauberhaften Film, der die
Sehgewohnheiten der jüngeren Generation womöglich nicht trifft, aber
diejenigen umso mehr abholt, die sich nach einer ruhig erzählten
Geschichte sehnen. Der titelgebende Eddie (Maximilian Brückner) ist
ein Münchner Polizeibeamter, der gern übers Ziel hinausschießt und
deswegen zurück in den Streifendienst versetzt wurde. Dort hat er es
nun mit Kleinkriminellen, eher harmlosen Drogendealern und eines
Tages auch dem Obdachlosen Adam (Halmer) zu tun, der nicht nur die
Kollekte aus der Kirche geklaut hat, sondern bei einem Zusammenprall
auch Eddies Dienstwaffe mitgehen ließ. Im Lauf der Zeit stellt sich
dann noch heraus, dass Adam und Eddies Mutter (Jutta Speidel), die
unter einer schweren Angststörung leidet und jahrelang ihre Wohnung
nicht verlassen hat, sich schon früher begegnet sind…
Der Film lebt von seinen Figuren, man möchte gern wissen, wie es
weitergeht mit Eddie & Co. „Eigentlich hat die Geschichte
Potenzial für eine eigene Reihe, das finde ich auch“, sagt
Speidel. Ob es dazu kommt? „Ich glaube, das Interesse der Sender
an solchen Geschichten ist nicht mehr so groß. Aber man weiß ja
nie.“ Wie auch immer. In Erinnerung bleiben wird der Film
allemal – auch, aber nicht nur, weil er den Schlusspunkt setzt unter
Günther Maria Halmers ganz großartige Karriere als Schauspieler und
Charakterkopf mit Herz. Stefanie Thyssen für tz, 25./26.7.26,
Druckausgabe S. 25 und online OVB-Heimatzeitungen, 25.7.26
Ein Abschied mit Wärme und Humor: Günther Maria Halmers letzte Rolle
Günther Maria Halmer spielt die Hauptrolle in 'Servus Eddie - Spätes
Glück'. In der Dramedy, welche das Erste nun erstmals zeigt,
verkörpert der im Mai verstorbene Darsteller einen obdachlosen Mann,
der das Grab seines Sohnes verlieren könnte ...
Er war der „Tscharlie“ in 'Münchner Geschichten' und stand zuletzt
als Titelheld in 'Gschichtn vom Brandner Kaspar' auf der Bühne vom
Münchner Residenztheater: Günther Maria Halmer wusste Zeit seines
Lebens in so vielen Film-, Fernseh- und Theaterrollen zu begeistern.
Am 10. Mai 2026 ist der beliebte Charakterschauspieler im Alter von
83 Jahren an Krebs gestorben. Etwas mehr als zwei Monate später ist
er nun in 'Servus Eddie - Spätes Glück' in seiner letzten Rolle im
Ersten zu sehen. Der Film ist bereits am Vortag der TV-Ausstrahlung
in der ARD Mediathek abrufbar.
Günther Maria Halmer spielt Adam Einmiller, einen obdachlosen
Zahnarzt, der jeden Tag am Familiengrab seines im Kindesalter
verunglückten Sohnes sitzt. Eben dieses Grab soll zu Beginn des
Films aufgelöst werden. Um das zu verhindern, müsste Adam 1.500 Euro
zahlen. Eine Summe, die der Senior nicht hat: „Und was passiert,
wenn ich sterbe?“, fragt er. „Wenn keine Werte und keine Erben
vorhanden sind und Sie sterben, dann übernimmt die Stadt die
Kosten“, erklärt Herr Friedel (Stefan Betz) von der
Friedhofsverwaltung. „Und ich käme in dieses Grab?“, versichert sich
Adam. „Ja“, bestätigt Friedel, „allerdings müssten Sie sich schon a
bisserl beeilen, weil Ihr Grab ist schon am Freitag dran.“
Es sind bittere, tragikomische Szenen wie diese, die 'Servus Eddie -
Spätes Glück' zu einem besonderen Fernsehfilm am Freitagabend
machen. Erzählt wird von so manchen Sorgen, die Großstädter im Jahr
2026 umtreibt. Da wäre zum Beispiel der Münchner Polizeibeamte Eddie
Kolozecik (Maximilian Brückner), der noch immer bei seiner Mama
Maria Kolozecik (Jutta Speidel) wohnt. Diese, so erfährt man
nebenbei, ist wegen einer Angststörung seit Corona nicht mehr aus
dem Haus gegangen.
Eddie wiederum wurde dank seines überambitionierten
Stadtsheriff-Gebarens vor geraumer Zeit in den Streifendienst
degradiert. Um die Karriereleiter erneut zu erklimmen, legt er vor
Dienstbeginn private Sonderschichten als verdeckter Ermittler in
Zivil ein. Eines Morgens gelingt es ihm tatsächlich, zwei
kleinkriminelle Dealer an der Isar auf frischer Tat zu stellen. Doch
durch einen unglücklichen Zusammenstoß mit Adam, der seinerseits
Geld aus einer Kirchen-Kollekte von Frau Schröder (Marlene Morreis)
geklaut hat, gelingt den Dealern und kurz darauf auch Adam die
Flucht ...
„Mich erinnert 'Servus Eddie - Spätes Glück' ein bisschen an die
'Münchner Geschichten' von Helmut Dietl“, beschreibt
Hauptdarsteller Maximilian Brückner im Interview sein Gefühl bei dem
Film: „Dieses alte Giesing, das so gar nicht nach Stadt wirkt,
sondern eher wie ein Dorf. Die Typen, denen man dort begegnet, und
die versuchen, sich durchs Leben zu kämpfen.“ Günther Maria
Halmer, so fährt der heute 47-Jährige fort, sei gut mit seinen
Eltern befreundet gewesen: „Er war oft beim Essen bei uns zu
Hause. Mir war er natürlich schon lange von seinen Filmen bekannt.
Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass wir endlich zusammen
gespielt haben. Umso trauriger, dass es das letzte Mal war. Ich
hab' viel von ihm gelernt, er war äußerst präzise.“
Auch Jutta Speidel findet im Interview zum Film viele warme Worte
für ihren verstorbenen Kollegen: „Ich kannte Günther als
Kollegen seit sicherlich 40 Jahren und habe einige sehr schöne
Filme mit ihm gemacht“, erinnert sich die 72-Jährige: „Sein
Tod, der für mich plötzlich kam, hat mich sehr traurig gemacht.
Wieder ist ein unverwechselbarer Schauspieler aus unseren Reihen
gegangen. Wünschen wir ihm, dass es ihm gut geht, wo er ist, und
dass er dort mit vielen weltberühmten Kollegen außerirdische Filme
dreht.“ Die Dreharbeiten zu 'Servus Eddie - Spätes Glück'
fanden bereits im Juli und August 2024 in München und Umgebung
statt. Artikel von Elisa Eberle in tz und in AZ, 27.7.26. Dieser Artikel entstand in
Kooperation mit teleschau.
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Trivia:
Marlene Morreis und Maximilian Brückner spielten das
Geschwisterpaar Anna und Franz Germinger jr. in der 4-teiligen
komödiantischen Krimireihe "Schwarzach 23" (2015-2020) fürs ZDF. |