Kongo   (2010)

Premiere: 28. Juni, 17 Uhr im Gasteig - in der Reihe 'Deutsche Fernsehfilme' des 28. Filmfests München (25. Juni - 3. Juli 2010)
20. Cologne Conference 2010, Internationales Film- und Fernsehfestival: 30. September, 19 Uhr im Residenz Filmtheater

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Fernsehpremiere: Montag 18. Oktober, 20:15 Uhr, ZDF
Einschaltquoten: 20:15 Uhr - 3,96 Mio Zuschauer (11,9% Marktanteil) ; Wdh. 1:50 Uhr - 0,15 Mio (4,9% MA)

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Im Wettbewerb des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden 2010 und zum 3sat-Fernsehfilmpreis 2010.

"Kongo" läuft im Wettbewerb der Sektion 'Fiktion' des 24. Internationalen Festivals für Audiovisuelle Programme (FIPA), das vom 24. bis 30. Januar 2011 in Biarritz (Frankreich) stattfindet. Insgesamt konkurrieren zwölf Produktionen um den FIPA D'OR Grand Prize, der am 30. Januar von der internationalen Jury verliehen wird.

"Kongo" ist in der Kategorie 'Fiktion' für den Grimme-Preis 2011 nomminiert. Der Grimme-Preis gilt als eines der wichtigsten Gütesiegel für Qualität im deutschen Fernsehen. Am 16. März werden die Preisträger bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet am 1. April 2011 in Marl (Nordrhein-Westfalen) statt.

"Kongo" als 'Bester Fernsehfilm' und Regisseur Peter Keglevic für 'Beste Regie' sind beim 51. Fernsehfestival Monte Carlo (Le Festival de Télévision de Monte-Carlo, 6.-10.6.11) für Goldene Nymphen nominiert.

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Veröffentichung auf DVD: 22. Oktober 2010, Universum Film
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Video: "Kongo"-Dreharbeiten in Südafrika - Hintergrundbericht mit Interviews mit Maria Simon, Jörg Schüttauf und Maximilian Brückner vom Set (ZDF)



Video: Rollenporträts der "Kongo"-Darsteller - Highlights aus den Interviews mit den Schauspielern Maria Simon, Götz Schubert, Maximilian Brückner, Jörg Schüttauf, Florence Kasumba, Hannes Wegener und David Rott (ZDF)



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Das ZDF auf dem Filmfest München 2010
Mainz (ots) - Mit sieben Produktionen ist das ZDF auf dem 28. Filmfest München vom 25. Juni bis 3. Juli 2010 vertreten, davon sechs in der Sektion "Deutsche Fernsehfilme".
Eine junge Ermittlerin der Feldjäger soll im Fernsehfilm "Kongo" (Buch: Alexander Adolph; Regie: Peter Keglevic) den vermeintlichen Selbstmord eines Kameraden klären und stößt bald auf Unstimmigkeiten. Dabei muss sie nicht nur gegen die Widerstände in der eigenen Truppe kämpfen - eine schauspielerische Herausforderung für Maria Simon, Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Maximilian Brückner und David Rott. Der Film ist eine Produktion von teamWorx.
aus: Pressemiteilung des ZDF, 10.05.2010

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Von Zuchtsäuen und Afrikakämpfern
Das Filmfest München präsentiert spannende neue Fernsehfilme

"Keine Filme, in denen wieder einmal ein Waisenhaus in Afrika eröffnet wird", lautete für Ulrike Frick, die für das Filmfest München die TV-Movie-Reihe zusammengestellt hat, die oberste Maxime. Stattdessen legte sie Wert auf "scharf konturierte Charaktere" und "spannende Blicke über den Tellerrand hinaus".

Einen ganz weiten Bogen schlägt schließlich der Film 'Kongo' von Peter Keglevic, der von einer hochbrisanten Bundeswehr-Mission in Afrika erzählt, die komplett aus dem Ruder läuft. Für die Fernsehfilm-Chefin Ulrike Frick ist diese Produktion, die es durchaus auch in deutschen Kinos hätte schaffen können, "spannend wie ein Krimi, anregend wie ein guter Leitartikel und anspruchsvoll wie eine gelungene Literaturverfilmung".

aus: Filmfest 2010 Programm Magazin
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Im Kampf um den Bernd Burgemeister Preis lichtet sich das Feld. Die Jury hat aus dem 16 Filme umfassenden Wettbewerbsfeld drei Produktionen ausgewählt, die nun um den mit 25.000 Euro dotierten, von der VFF vergebenen Preis konkurrieren. Von den vier in diesem Jahr vertretenen Teamworx Produktionen haben mit "Kongo" (Produzent: Christian Granderath) und "Im Dschungel" (Produzentin: Ariane Krampe) gleich zwei den Sprung unter die letzten Drei geschafft. Dritter im Bunde ist "Sau Nummer vier" von Roxy Film (Produzenten: Annie Brunner, Andreas Richter und Ursula Woerner). Die Bekanntgabe des Gewinners erfolgt am 27. Juni im Rahmen der Preisverleihungsgala.
Quelle: Filmfest München News, 21.06.2010
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Der Fernsehthriller "Kongo" ist in diesem Jahr der Gewinner des Bernd Burgemeister Fernsehpreises. Der ZDF-Film führe vor Augen, dass es keinen Krieg geben kann, in dem auch nur einer im Recht ist, begründete die Jury am Sonntagabend auf dem Filmfest München die Preisvergabe an den Produzenten Christian Granderath von Teamworx. Die Jury lobte insbesondere das intensive Spiel von Hauptdarstellerin Maria Simon und die einfühlsame Regie von Peter Keglevic. "Kongo", in dem auch Maximilian Brückner und Jörg Schüttauf zu sehen sind, feiert am Montag (28. Juni) auf dem Festival seine Premiere.
Der Bernd Burgemeister Fernsehpreis für Produzenten wird seit 1996 vergeben und ist mit 25 000 Euro dotiert. Gestiftet wird er von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF).
Quelle: Filmfest München News und dpa, 28.06.2010

Besetzung:
Maria Simon - Oberleutnant Nicole Ziegler
Jörg Schüttauf - Hauptmann Heinz Kosak
Maximilian Brückner - Feldwebel Werner Malinck
Florence Kasumba-Tucker - Sprachmittlerin Noelle
Hannes Wegener - Hauptgefreiter Philipp Althaus
David Rott - Feldwebel Marco Bogner
Götz Schubert - Oberst Lonsky
Regula Grauwiller - Stabsärztin Lessja Neuner
Jodi Balfour - Johanna Wenz

Stab:
Regie: Peter Keglevic
Drehbuch: Alexander Adolph, nach einer Idee von Stefan Dähnert
Kamera: Busso von Müller
Szenenbild: Josef Sanktjohanser
Kostüme: Ulrike Schütte
Casting: Simone Bär, Ana Feyder
Schnitt: Moune Barius
Produktionsfirmen: teamWorx Television & Film GmbH ; Two Oceans Production (Pty) Ltd
Produzent: Christian Granderath
Auftragssender: ZDF
Redakteur ZDF: Günther van Endert
Drehzeit: 18.10. - 27.11. 2009
Drehorte: Port St. Johns und Kapstadt, Südafrika

Inhalt:
Oberleutnant Nicole "Nicki" Ziegler, Ermittlerin bei den Feldjägern, wird zu einem Auslandseinsatz nach Bukavu in den Ost-Kongo geschickt, wo deutsche Elite-Soldaten im Rahmen eines Eufor Einsatzes die Blauhelm Mission der UN unterstützen. Gemeinsam mit ihrem forschen Kollegen Werner Malinckrodt soll sie den Selbstmord des Soldaten Rene Wenz klären, der sich offenbar in der Bar des Feldlagers erschossen hat. Tatsächlich deutet zunächst alles auf Selbstmord hin: Wenz kam mit den verstörenden Verhältnissen in dem schwarzafrikanischen Krisengebiet nicht klar, zudem wollte ihn offenbar seine Frau verlassen. Doch als Nicki auf dem Handy des Toten ein obskures Video findet, das den Tod in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt, vermutet sie keinen Selbstmord mehr. Sie tendiert zu Mord. Hauptmann Kosak ist dementsprechend wenig begeistert von der energischen jungen Soldatin, die mehr und mehr Unruhe in die Einheit bringt und auch junge Soldaten wie Feldwebel Marco und seinen Freund Philipp, beide Freunde des Toten, irritiert. Kosak wird aber von Oberst Lonsky, dem Kommandeur der Truppe, zur Unterstützung der Ermittlungen verpflichtet. Lonsky sieht in der idealistischen Nicki eine Seelenverwandte. Gemeinsam mit Werner und der Sprachmittlerin Noelle kommt sie einem Verbrechen in diesem furchtbaren Krieg auf die Spur, in dem jeder jeden zu terrorisieren scheint. Selbst die deutschen Soldaten können hier nur wenig zum Schutz der gequälten Zivilbevölkerung vor dem gefürchteten Captain Crocodile und seinen Kindersoldaten beitragen. Nicki muss lernen, nach welchen Spielregeln in diesem Krieg gespielt wird und bringt sich dabei selbst in Lebensgefahr.
Die ungewöhnliche Geschichte spielt vor dem Hintergrund eines fiktiven Auslandseinsatzes der Bundeswehr im Ostkongo. Dort tobt weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit seit langem ein furchtbarer Krieg, zu dessen vielfältigen Ursachen u.a auch der Kampf um Bodenschätze wie Coltan zählt, welches für den Bau von Handys als wichtiger Rohstoff gilt.
Quelle: ZDF, Pressetext, Okt. 2009

Maria Simon im Auslandseinsatz
Die umstrittenen Auslandseinsätze der Bundeswehr und die in ihrer Folge häufig auftauchende Posttraumatische Belastungsstörung der Soldaten sind derzeit auch für die Macher von Fernsehfilmen immer wieder ein Thema. Das ZDF und teamWorx inszenieren nun einen fiktiven Einsatz im 'Kongo', wie auch der Arbeitstitel dieser Produktion lautet, und verbinden das Thema mit einer Thriller-Handlung, die an militärisches Hollywood-Kino erinnert. Vor dem Hintergrund des grausamen Krieges im Ostkongo soll Oberleutnant Nicole Ziegler (Maria Simon), Ermittlerin bei den Feldjägern, den Selbstmord eines Bundeswehr-Soldaten aufklären. Sie ist jedoch bald der Meinung, dass der Soldat nicht freiwillig starb und lässt sich in ihren weiteren Ermittlungen weder von der gefährlichen Situation noch von unkooperativen Kameraden abhalten. Unter der Regie von Peter Keglevic (Buch: Alexander Adolph) werden ab 19. Oktober unter anderem Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Maximilian Brückner und David Rott in Südafrika vor der Kamera stehen. Die Dreharbeiten für den 90-Minüter dauern voraussichtlich bis Ende November.
Quelle: m & c, 03.10.2009

ZDF dreht Spielfilm über Kongo-Einsatz der Bundeswehr
Mainz. Ein fiktiver Einsatz deutscher Elite-Soldaten im Ostkongo steht im Mittelpunkt eines neuen, von Teamworx produzierten ZDF-Fernsehfilms. In Südafrika begannen vor kurzem die Dreharbeiten zu "Kongo" (Arbeitstitel) von Regisseur Peter Keglevic ("Tanz mit dem Teufel. Die Entführung des Richard Oetker"), wie der Sender heute in Mainz mitteilte.
In dem afrikanischen Land toben seit Jahren weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit kriegerische Auseinandersetzungen. Die Ermittlungen von Feldjägerin Nicole Ziegler (Maria Simon) bringen in dem Film "ein kapitales Verbrechen in einem furchtbaren Krieg ans Licht". Die Soldatin soll den vermeintlichen Selbstmord eines Kameraden im Feldlager bei Bukavu klären, stößt aber bald auf Unstimmigkeiten.
Das Drehbuch stammt von Grimme- und Fernsehpreisträger Alexander Adolph. In weiteren Rollen spielen unter anderen Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Maximilian Brückner, David Rott und Florence Kasumba. Gedreht wird noch bis Mitte November in Port St. Johns und Kapstadt. Ein Sendetermin steht noch nicht fest, frühestens im kommenden Jahr.
Quelle: ddp, 21.10.2009

David Rott und Maria Simon. Photo:© ZDF/teamWorx

Drehstart für "Kongo" / ZDF-Fernsehfilm über Auslandseinsatz der Bundeswehr
Mainz (ots) - Am 19. Oktober 2009 begannen in Südafrika die Dreharbeiten zu dem ZDF-Fernsehfilm "Kongo" (Arbeitstitel). Die Geschichte, die Regisseur Peter Keglevic inszeniert, spielt vor dem Hintergrund eines fiktiven Einsatzes deutscher Elite-Soldaten im Ostkongo. Dort toben seit Jahren weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit kriegerische Auseinandersetzungen. Die Ermittlungen einer Feldjägerin, gespielt von Maria Simon, bringen ein kapitales Verbrechen in einem furchtbaren Krieg ans Licht. Der Film entsteht nach einem Drehbuch von Grimme- und Fernsehpreisträger Alexander Adolph. Er ist mit einem erstklassigen Ensemble besetzt: Neben Maria Simon spielen unter anderen Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Maximilian Brückner, David Rott und Florence Kasumba. Es produziert Grimmepreisträger Christian Granderath für teamWorx. Die Kamera führt Busso von Müller, das Szenenbild liegt bei Josef Sanktjohanser.
Oberleutnant Nicole Ziegler, genannt Nikki, Ermittlerin bei den Feldjägern, wird zu einem Auslandseinsatz in den Ostkongo geschickt, wo deutsche Elite-Soldaten im Rahmen eines Eufor-Einsatzes stationiert sind. Sie soll den vermeintlichen Selbstmord eines Kameraden im Feldlager bei Bukavu klären, stößt aber bald auf Unstimmigkeiten. Auf dem Handy des Toten findet sie ein Video, das den Vorfall in einem völlig anderem Licht erscheinen lässt. Gemeinsam mit ihrem Kameraden Werner Malinckrodt (Maximilian Brückner) beginnt Nikki zu ermitteln und hat dabei gegen Widerstände in der Truppe und gegen die verstörenden Zustände in dem afrikanischen Land zu kämpfen, in dem jeder jeden zu terrorisieren scheint. Die deutsche Einheit ist auch mit Kindersoldaten des Milizenführers Captain Crocodile konfrontiert. Hauptmann Kosak (Jörg Schüttauf) ist nicht erfreut von Nikkis Hartnäckigkeit und auch Feldwebel Marco (David Rott) und Philipp (Hannes Wegener), zwei Freunde des Toten, halten Nikkis Verdacht für abwegig. Lediglich der Truppen-Kommandeur, Oberst Lonsky (Götz Schubert), scheint vom unbeirrbaren Engagement der jungen Soldatin sehr angetan. Mit Unterstützung von Werner und der Sprachmittlerin Noelle (Florence Kasumba) kommt Nikki der erschreckenden Wahrheit auf die Spur - und gerät dabei in Lebensgefahr ...
Die Dreharbeiten laufen noch bis Mitte November 2009 in Port St. Johns und Kapstadt. Die ZDF-Redaktion hat Günther van Endert. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.
Originaltext: ZDF, 21.10.2009
Digitale Pressemappe ; Pressemappe via RSS
Pressekontakt: ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 / 70 - 2120 + 2121

Drehstart für "Kongo" (AT) - teamWorx produziert Kriegsfilm über Auslandseinsatz der Bundeswehr im Kongo für das ZDF

Photo: teamWorx © Kelly Walsh
In dieser Woche haben in Südafrika die Dreharbeiten zu "Kongo" (AT) begonnen, ein Kriegsfilm nach dem Drehbuch von Grimme- und Fernsehpreisträger Alexander Adolph, den teamWorx für das ZDF produziert. Der Plot, den Regisseur Peter Keglevic inszeniert, spielt vor dem Hintergrund eines fiktiven Einsatzes deutscher Elite-Soldaten im Ostkongo, wo weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit seit Jahren kriegerische Auseinandersetzungen toben.
Im Fokus des Films stehen die Ängste, Drucksituationen und Hoffnungen deutscher Soldaten in Auslandseinsätzen und die daraus resultierenden Folgen.
Die Ermittlungen einer Feldjägerin, gespielt von Maria Simon, bringen ein furchtbares Verbrechen in einem furchtbaren Krieg ans Licht. Der Film ist mit einem erstklassigen Ensemble besetzt: Neben Maria Simon spielen u. a. Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Maximillian Brückner, David Rott und Florence Kasumba.
Produzent Christian Granderath: "Alexander Adolph hat ein herausragendes und gut recherchiertes Drehbuch über ein Kriegsverbrechen geschrieben, das Peter Keglevic als einen ebenso spannenden wie ungewöhnlichen Fernsehfilm inszeniert. In dessen Fokus stehen die Ängste, Drucksituationen und Hoffnungen deutscher Soldaten in Auslandseinsätzen. Einen Film über einen solchen Einsatz im Ostkongo in Südafrika zu produzieren, ist in jeder Beziehung eine große Herausforderung und auch nicht ganz ungefährlich."
"Kongo" (AT) ist eine teamWorx-Produktion im Auftrag des ZDF. Die Redaktion beim ZDF verantwortet Günther van Endert. Produzent ist Christian Granderath. Die Kamera führt Busso von Müller, das Szenenbild liegt bei Josef Sanktjohanser. Die Dreharbeiten laufen noch bis Mitte November 2009 in Port St. Johns und Kaptstadt.
Pressekontakt:
Anja Käumle, Tel. +49 331 7060 379, Fax +49 331 7060 380 ; e-mail: anja.kaeumle (at) teamWorx.de
Jana Brandes, Tel. +49 331 70 60 381 ; e-mail: jana.brandes (at) teamWorx.de
Anne Wartenberg, Tel. +49 331 70 60 369  ; e-mail: anne.wartenberg (at) teamWorx.de
Quelle: Pressemitteilung teamWorx ; Pressemiteilung UFA, 21.10.2009
Ende November hat teamWorx die Dreharbeiten für den ZDF-Fernsehfilm Kongo abgeschlossen, der von einem fiktiven Auslandseinsatz der Bundeswehr im Ostkongo handelt. Der Ostkongo ist eine Region Afrikas, die von einem der verheerendsten Bürgerkriege der Welt stark verwüstet wurde und deren Bevölkerung seit Jahren unter den Kriegsgreuel leidet.
Seite für den Film

Pressemitteilung 7.12.2009: "Gimme Shelter" - Ben Affleck, Mick Jagger, die UNO-Flüchtlingshilfe und teamWorx setzen sich für den Kongo ein. Die UNO-Flüchtlingshilfe ist vor Ort aktiv und hat zwei prominente Unterstützer gefunden, die sich mit dem Clip "Gimme Shelter" für die Menschen im Ostkongo stark machen und zu Spenden aufrufen. teamWorx hat sich dieser Aktion angeschlossen.

Photo: teamWorx © Kelly Walsh

Die Melodie des Grauens - Ben Affleck und Mick Jagger unterstützen eine Kampagne, von der auch ein deutscher TV-Film profitieren könnte
Im Herbst flog ein Filmteam nach Südafrika, um "Kongo" zu drehen. "Kongo" ist ein Stoff für das ZDF, die Geschichte eines Kriegsverbrechens im Ostkongo. Peter Keglevic führte Regie, Maria Simon, Maximilian Brückner, Jörg Schüttauf wurden in tragenden Rollen inszeniert. Die Handlung verbindet den Einsatz einer deutschen Eliteeinheit als Teil der EU-Friedenstruppe Eufor mit den unfaßbaren Zuständen im Ostkongo.
Produzent von "Kongo" ist Christian Granderath. Er ist seit 2008 beim Unternehmen Teamworx und dort für Themen mit nachhaltiger Wirkung zuständig. Er kümmerte sich davor um Projekte wie "Die Polizistin", "An die Grenze", "Wut" oder "Der freie Wille". Er besetzt damit in der Quotenfabrik Teamworx (Die Flucht, Dresden) die Arte-House-Nische. Als Produzent ist er also zuständig für die Art von Kultur im deutschen Fernsehen, die sich Sender und Hersteller leisten - teils aus Überzeugung (der Redakteure), teils, um damit den Vorwurf der Melodramatisierung im Programm zu kontern.
Während seiner Recherchen für "Kongo" stieß der 50-jährige Granderath auf eine Initiative der UNO-Flüchtlingshilfe (UNHCR). Schon im März wurde ein Clip bei YouTube präsentiert, den der amerikanische Schauspieler Ben Affleck ("State of Play") als Kameramann und Regisseur im Ostkongo gedreht hat und der mit der Musik des Rolling-Stones-Songs "Gimme Shelter" genial unterlegt ist. Es gibt drei Versionen: Eine ist 35, eine 60 Sekunden und eine viereinhalb Minuten lang. Der Erfolg ist überschaubar, nicht einmal 80 000 Klicks auf einer offiziellen Kooperationsseite mit der UNHCR. "Westerwelle Talking English" wurde bei YouTube über eine Million Mal aufgerufen.
Inzwischen ist Afflecks Video auf der Teamworx-Homepage zu sehen und vor allem zu hören. Das ist außergewöhnlich. Die Rolling Stones stellen sonst nichts umsonst zur Verfügung. Nicht mal beim Live-Aid-Konzert 2005 traten sie als Band auf, sondern getrennt mit anderen Künstlern.
Die deutsche Fassung des UNHCR-Spots bilanziert wie die internationale den Kongokrieg: fünf Millionen Tote, 1,3 Millionen Flüchtlinge, 22 bewaffnete Gruppen, die sich gegenseitig und vor allem Zivilisten morden, entvölkerte Städte und Dörfer, Vergewaltigungen, Flüchtlingscamps, Hunger, Kinderelend, täglich sterben 1000 Menschen an den Folgen des Bürgerkriegs, der 1996 begann.
Obwohl Oscar-Preisträger Affleck und Jagger außerordentlich prominent sind, fand der Spot kaum ins deutsche Fernsehen. Bei ARD und ZDF seien Bitten um eine Ausstrahlung 'versandet', heißt es aus der deutschen UNHCR-Zentrale in Bonn - was für die ARD typisch ist, für das ZDF, das Granderaths Produktion Kongo 2010 zeigen wird, einfach peinlich. Auch bei Pro Sieben/Sat 1 war die Kampagne nicht zu sehen, dafür stellte die deutsche RTL-Gruppe (RTL, Vox, n-tv) Werbezeit zur Verfügung wie einige Spartenkanäle und die Pay-TV-Plattform Sky. Außerdem lief der Clip in zehn Stadien der Fußball-Bundesliga.
Daß Affleck "Gimme Shelter" als Melodie des Grauens wollte, hat Gründe. Zum einen entstand der Song 1969 auch als Reaktion auf den Biafrakrieg, an dem England beteiligt war - John Lennon gab deshalb seinen MBE-Orden an die Queen zurück. Zum anderen paßt die Hauptzeile "War, children, it's just a shot away" auf den Kongo - wie auf alle Kriege. Granderath plant, "Gimme Shelter" als musikalisches Zitat in seinen Film einzubauen.
Doch Jagger bleibt Jagger. Affleck hat seine Rechte an die UNHCR abgetreten, die Stones überlegen noch, ob sie ihr Copyright über 2009 hinaus verlängern sollen. Die Beatles waren einst großzügiger, sie schenkten dem World Wildlife Fund (WWF) das schöne Lied "Across the Universe".
Christopher Keil, SZ, 16.12.2009


David Rott (Feldwebel Marco Bogner) bei "Volle Kanne" (ZDF), 11.12.2009:
David Rott in Volle Kanne 10.12.2009
Moderator Ingo Mommsen: "Nächstes Jahr läuft auch ein Film mit dir, den das ZDF in Afrika gedreht hat, Kongo. Es ist ein wirklich harter Film. Sag kurz worum's geht."
David Rott: "Es geht darum: Bundeswehr-Blauhelmmandat im Kongo 2005. Ein Soldat hat sich angeblich umgebracht. Die Staatsanwaltschaft entsendet eine Feldjägerin und ihren Assistenten, oder zwei Feldjäger um das Ganze aufzuklären. Beginnt als Ermittlerfilm. Irgendwann löst sich das auf. Die Frau hat Zweifel, ob der sich wirklich umgebracht hat oder nicht. Und es geht letzten Endes eigentlich um die Situation im Kongo, die kollidiert. Die Dschungelgesetze sozusagen, die Gewalt - mit einer bundesdeutschen Realität von Gerechtigkeit und Strafverfolgung, die so gar nicht funktioniert dort."

Der kurze Filmausschnitt aus "Kongo", der während der Livesendung gezeigt wurde, ist leider aus rechtlichen Gründen in der Aufzeichnung der ZDF-Mediathek nicht enthalten.



Das ZDF Magazin "Leute Heute" war bei den Dreharbeiten in Südafrika:
Interviews mit Maximilian Brückner und Jörg Schüttauf am 28.12.2009
Drehbericht und Interviews mit Maria Simon und Götz Schubert am 7.1.2010

Nach Auskunft der ZDF-Programmplanung vom 7.1.2010 steht noch kein Sendetermin fest.




1 Berg - 2 Tatortkommissare:
Fürs ZDF spielen die beiden Bundeswehrsoldaten im Fernsehfilm "Kongo"

Off-Stimme: "Zwischen den beiden knistert's ..."

Maximilian Brückner und Jörg Schüttauf auf dem Weg auf den Tafelberg in Kapstadt










Webseite von teamWorx
Webseite von Two Oceans Productions PTY
                                   Nachtdreh Photo: Regula Grauwiller, 20.11.09
Die innere Unsicherheit
Christian Granderath wird im September neuer Fernsehspielchef des NDR. Eine seiner letzten Arbeiten als Produzent ist jetzt auf dem Münchner Filmfest zu sehen. "Kongo" erzählt von einem fiktiven Auslandseinsatz der Bundeswehr.
Der britische Autor John le Carré hat 2006 den Thriller Geheime Melodien veröffentlicht. Darin geht es um die Zukunft des Kongo und darum, wie ein kongolesischer Dolmetscher zwischen die Fronten in diesem Bürgerkriegsland und der internationalen Politik gerät. Le Carré kennt sich zwar aus in Afrika, das zeigt sein Roman "Der ewige Gärtner", aber er war zuvor noch nie im Kongo gewesen. Als er sein Buch fertig hatte, fuhr er in die ostkongolesische Stadt Bukavu, an der Grenze zu Ruanda. Danach fragte er sich: "Hätte ich denselben Roman geschrieben, wenn ich zuvor in den Kongo gereist wäre? Hätte ich überhaupt einen Roman geschrieben? Die Wirklichkeit ist so überwältigend, daß alle Fiktion dagegen verblaßt."

Maximilian Brückner (Werner) - Hannes Wegener (Philipp)
Photo: teamWorx © Kelly Walsh

Der Teamworx-Produzent Christian Granderath, der Regisseur Peter Keglevic und der Autor Alexander Adolph waren bis heute nicht im Kongo. Trotzdem haben sie einen TV-Film gedreht, der Kongo heißt. Er wurde in Südafrika gedreht, es geht um einen fiktiven Auslandseinsatz deutscher Soldaten, die in Bukavu stationiert sind. Kongo wird am kommenden Montag als Premiere auf dem Münchner Filmfest gezeigt, im Oktober soll zur besten Sendezeit (20.15 Uhr) die ZDF-Ausstrahlung folgen.
Vermutlich wären Granderath, Keglevic und Adolph auf die gleichen Fragen gekommen wie John le Carré, wären sie je in den Ostkongo gereist. Nun aber haben sie diesen Film gedreht, und ob er gut geworden ist, kommt ganz auf die Perspektive an, die man einnimmt.

Für Menschen, die den Ostkongo kennen, ist es ein eigenartiges Werk geworden. Geschätzte fünf Millionen Menschen haben in diesem Krieg ihr Leben schon verloren, in keiner anderen Region der Welt werden so viele Frauen und Mädchen vergewaltigt und anschließend verstümmelt. Kein Konflikt dieser Dimension wird von der Welt so ignoriert wie der im Kongo. Für Menschen, die die ostkongolesische Realität kennen, ist diese internationale Ignoranz zum Verzweifeln. Und sehen sie dann Kongo, dann sagen sie sich wie John le Carré: Die Wirklichkeit übersteigt jede Fiktion. Deutsche Filmemacher können sich offensichtlich nicht vorstellen, wie kaputt die Welt an manchen Stellen wirklich ist. Da ist es dann auch nebensächlich, daß Kongo nur an sehr wenigen Stellen so aussieht, wie es im Kongo wirklich aussieht.
Für Menschen aber, die den Kongo nicht kennen, und das ist die überwiegende Mehrheit der Zuschauer, ist dieser Film sehr sehenswert. Es geht nämlich darum, wie es deutschen Soldaten bei einem Auslandseinsatz geht, unter welchem Druck sie stehen und was dabei passieren kann. Aus dieser Perspektive ist das Land lediglich Kulisse, und das auch zurecht. Denn eigentlich geht es in Kongo um Afghanistan, und dieses Thema, sagt der Produzent Christian Granderath, bekommt man als Spielfilm im deutschen Fernsehen nicht unter, schon gar nicht um 20.15 Uhr. Wenn aber der Kongo für Programmmacher schon attraktiver ist als Afghanistan, dann kann man sich vorstellen, wie es den deutschen Soldaten am Hindukusch geht, die täglich ihr Leben riskieren, die verletzt oder deren Kameraden getötet werden, und die mit ihren traumatischen Erlebnissen alleine zurechtkommen müssen. Fast kein Mensch interessiert sich für ihren Einsatz - außer wenn die Soldaten offensichtliche Fehler machen wie beim Angriff auf den Tanklastzug in Kundus.
Auch in "Kongo" geht es um Krieg und Verfehlungen. Um eine kleine Einheit deutscher Soldaten, die so überwältigt wird von der grausamen Realität, daß einer von ihnen tot aufgefunden wird. Offensichtlich hat er sich selbst erschossen.
Maria Simon spielt die Ermittlerin, die Feldjägerin, die diesen Selbstmord untersuchen soll und deshalb nach Bukavu reist. Sie ist jung, resolut, ziemlich ehrgeizig - und für die Truppe vor allem eine Nervensäge. Ihre Recherchen verursachen immer mehr Unruhe im Camp, und schließlich kommt sie einem Mord auf die Spur, verübt ganz offenbar von einem der deutschen Soldaten.
Was aber bedeutet Mord in einem Land, in dem anscheinend jeder jeden terrorisiert, in dem Tausende Menschen getötet werden und in dem die Bundeswehr trotz des Einsatzes ihrer Elite-Soldaten die Zivilisten nicht schützen kann? "Das hier ist Krieg", heißt es immer wieder. Und so ist es kein Wunder, daß Hauptmann Kosak, den Jörg Schüttauf wunderbar genervt spielt, die Frau Ermittlerin am liebsten eigenhändig zurück nach Deutschland bringen möchte, um seine Truppe vor ihr zu schützen.
Kongo ist ein spannender Film geworden, einer, der hochwertig ausschaut und deshalb aufwendig produziert erscheint, obwohl er mit einem Budget von zwei Millionen Euro nur ein wenig über den Kosten für eine gewöhnliche Tatort-Folge liegt. Auf dem Filmfest München ist er für den Bernd Burgemeister Fernsehpreis 2010 nominiert worden.

Am interessantesten aber ist, wie die Filmemacher an die Erfahrungen der Soldaten aus Afghanistan gelangt sind. Mit offiziellen Anfragen bei der Bundeswehr kamen sie immer nur an die Pressesprecher, aber nicht an die Soldaten heran, die über ihren Alltag erzählen könnten. Offensichtlich ist das Interesse nicht groß, daß die Truppe von ihrem wirklichen Leben am Hindukusch erzählt. Dann aber stieß Granderath auf einen militärischen Fachberater und auf eine Feldjägerin, die ihnen Dinge erzählten, so der Teamworx-Produzent, die sie bislang nirgendwo gelesen oder verfilmt gesehen haben. Sie konnten die Darstellungen oft eins zu eins auf Kongo übertragen. Beide Informanten seien von der Umsetzung im Film begeistert gewesen.
Im Verteidigungsministerium von Karl-Theodor zu Guttenberg ist man über Kongo offenbar nicht ganz so begeistert. Zumindest gab es die höflich abgefaßte Anfrage an Teamworx, ob der Film nicht schon vorab im Ministerium gezeigt werden könnte. Diese Bitte aber wurde nicht erfüllt.
Michael Bitala, Süddeutsche Zeitung, 23.06.2010
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Was macht der Krieg aus unseren Soldaten?
Packend nachdenklich: "Kongo" gewinnt den Burgemeister-Preis und ist heute zu sehen
"Das hier ist Krieg!" Diesen Satz bekommt Oberleutnant Nicole Ziegler immer wieder zu hören. Sie ist in den Kongo geflogen, wo die Bundeswehr im Einsatz ist und soll den Selbstmord eines Feldwebels aufklären. Offiziell ist die Bundeswehr freilich nicht im Krieg, offiziell unterstützt sie den Frieden. Doch Frau Oberleutnant bekommt eine Realität zu sehen, mit der sie nicht gerechnet hätte.
"Kongo", der Teamworx-Film (Produzent: Christian Granderath), der für das ZDF gedreht wurde, erzählt zwar eine fiktive Geschichte vor dem Hintergrund eines fiktiven Militäreinsatzes. Trotzdem erzählt er auch von deutscher Wirklichkeit, von der Bundeswehr im Ausland. Gestern Abend wurde "Kongo" auf dem Filmfest als bester Fernsehfilm mit dem Bernd-Burgemeister-Preis ausgezeichnet.
Das Drehbuch schrieb der Münchner Grimmepreisträger Alexander Adolph. Ein Film über den Einsatz in Afghanistan wäre wohl nur sehr schwer durchzusetzen gewesen - also ist es nun der Kongo. Adolph sprach für das Buch mit mehreren Soldaten, auch solchen, die in Afghanistan gewesen sind. "Das meiste beruht auf Dingen, die mir erzählt wurden", sagt er. Zum Beispiel, wie die Soldaten nachts von Unbekannten angehalten werden und im Auto in Todesangst ausharren müssen. Jeder geht mit Angst, und auch den Bildern, die sie zu sehen bekommen, anders um. Der Film erzählt auch von Aggression der Soldaten. Weil sie bekämpft werden, obwohl sie nur helfen wollen, weil sie keine Chance haben in der Anarchie eines kaputten Landes. "Es geht um Angst in einem Krieg, der nicht Krieg genannt werden darf, gleichzeitig geht es um das Gefühl, zu wenig Kompetenzen zu haben", sagt Adolph.
Die Bundeswehr war bei den Recherchen kein Türöffner. "Die Bundeswehr als Maschine ist undurchdringlich", sagt Adolph. "Aber die Menschen, mit denen ich schließlich gesprochen habe, waren sehr offen." Inszeniert wurde "Kongo" in Südafrika, Action gibt es wenig zu sehen - es geht mehr um Inneres, als um opulente Kriegsbilder. Die Schauspieler sind nicht die größten Stars, aber ausnahmslos gut: Maria Simon als ehrgeizige Ermittlerin, Jörg Schüttauf als strammer Hauptmann, Maxi Brückner als traumatisierter Soldat und David Rott als desillusionierter Rambo.

l-r: Feldwebel Marco (David Rott), Hauptmann Kosak (Jörg Schüttauf) und Feldwebel Philipp (Hannes Wegener). Photo:© ZDF/teamWorx/Kelly Walsh
"Kongo" ist ein mutiger TV-Film geworden. Weil er die brisante Frage aufwirft, ob es einen friedlichen Einsatz im Krieg geben kann. Und weil er keine Lösung anbietet. "Ich beschreibe vieles, aber ich bewerte es nicht", sagt Autor Adolph. Am Ende sind die Guten von den Bösen schwer zu unterscheiden, wenn es sie überhaupt gibt.
Tina Angerer, AZ Druckausgabe (Seite 17), 28. Juni 2010

Wie üblich schaue ich mich auf dem Münchner Filmfest durch eine breitgefächerte Auswahl an Filmen. Einer davon war gestern die Premiere von "Kongo", ein Film, der für mich wie auch die Verantwortliche der Reihe "Deutsche Fernsehfilme" Ulrike Frick, sowohl vom Thema als auch vom Aussehen her viel besser ins Kino passen würde als ins Fernsehen, wo er, wenn sich nicht das ZDF vor der Ausstrahlung wirklich hinter die Presse klemmt leicht übersehen oder ob seines Themas womöglich ignoriert werden wird.

Der Weg in den Carl-Orff-Saal des Gasteigs führte die Schauspieler und auch mich über einen roten Teppich, aber aus unerklärlichen Gründen befanden sich dort keine Photographen. Hm.

Der Film erzählt die Geschichte der Militärpolizistin Nicole 'Nicki' Ziegler, die zusammen mit ihrem Assistenten Werner Malinck in den Kongo geschickt wird, um den Selbstmord eines dort stationierten deutschen Soldaten zu untersuchen. Seine Einheit ist Teil der UN Friedensmission in Ostkongo.
Sie und ihr Assistent sind den Dschungel und seine Gesetze nicht gewöhnt, sie kennen sich nur mit den Regeln der Verwaltung aus. Werner ist ganz naiv begeistert von dem was er beim Anflug sieht, doch schon auf dem Weg ins Camp als sie das erste Mal auf Kindersoldaten, die Alligator Boys, des lokalen Kriegsherrn stoßen, die, wie den Neuankömmlingen erklärt wird, die Kleidung der von ihnen Getöteten als Trophäen tragen, schwindet beider Begeisterung über das Land.
Der Soldat hat sich angeblich in der Bar des Camps erschossen, doch auf seinem Handy findet Nicki einen Film, der die Erschießung eines Zivilisten durch einen weißen Armeeangehörigen zeigt. Wer hat geschossen, warum und war das womöglich der Grund für den Tod von Rene Wenz? Sie beginnt nachzufragen, doch weder seine Kameraden, noch sein Vorgesetzter Hauptmann Kosak sind bereit, sie zu unterstützen. Nur der Kommandant des Camps, Oberst Lonsky sichert ihr seine volle Hilfe zu, und wenn's nur wäre um beide so schnell wie möglich wieder nach Hause schicken zu können.
Nicki besteht darauf, die beteiligten Einheimischen zu finden und mit ihnen zu sprechen, und bringt damit alle Beteiligten in höchste Gefahr. Die UN Soldaten sind eigentlich im Kongo stationiert, um vor Ort beim Wiederaufbau zu helfen, aber in einem Land in dem jeder Einheimische möglicherweise ein Anhänger des jeweils örtlichen Kriegsherrn sein kann, ist Hilfe schwierig. Nicht daß sie das freiwillig sind, aber wie eine Dorfbewohnerin Nicki erklärt, macht das zumindest den Tod leichter. Munition ist teuer, also nur wenn du dafür bezahlen kannst, erschießen sie deine Kinder, sonst werden sie zuerst gefoltert und dann geköpft. Die Frau brachte das Geld auf ...
Nicki verirrt sich im Dschungel, und ist verletzt und hilflos dem gesuchten Kriegsherrn und seinen Soldaten ausgeliefert. Oder spielen ihr doch nur die schwüle Hitze und Anstrengung einen Streich? Hauptmann Kosak findet sie und bringt sie zurück in die Sicherheit des Camps.
Sie kann den Fall aufklären, doch die Lösung wird nie an die Öffentlichkeit gelangen, denn das Ansehen der Truppe ist wichtiger: "Wir sind doch die Guten, und außerdem herrscht Krieg!", wie ihr mehrfach bedeutet wird.
Als die Soldaten in den Kongo kamen, waren sie die Guten, aber nach dieser zermürbenden Zeit, in der sie nicht wirklich etwas Gutes bewirken konnten, bricht sich ihr Frust darüber auch gewalttätig Bahn. Sind sie also immer noch die Guten?

"Kongo" hat am Wochenende äußerst verdient den Bernd-Burgemeister-Preis für den besten Fernsehfilm dieses Festivals gewonnen. Endlich ist Sommer, die Spiele der Fußballweltmeisterschaft werden im Fernsehen übertragen, also war der Saal an diesem Nachmittag leider nicht ausverkauft. Der trotzdem glückliche Produzent Christian Granderath holte nach der Vorführung den größten Teil seines Produktionsteams auf die Bühne, genauso wie die Schauspieler Maria Simon, Jörg Schüttauf, Götz Schubert, Hannes Wegener, David Rott, Florence Kasumba und Regula Grauwiller. Entschuldigt waren der Drehbuchautor Alexander Adolph, der in Berlin dreht, Regisseur Peter Keglevic, der in Taiwan dreht und Maximilian Brückner. Letzteres hat mich nicht wirklich überrascht, denn Maxi hat's nicht so mit dem roten Teppich und außerdem war gerade Drehbeginn für seinen nächsten Film "Resturlaub".

Maria Simon bringt die Konflikte, die eine Frau in höherem Rang in der Armee hat und auch ihre privaten Probleme sehr glaubwürdig auf die Leinwand, Maximilian Brückner mindestens genauso überzeugend den jungen unerfahrenen Soldaten (aber die Uniform steht ihm ausgezeichnet), der das erste Mal mit der rauen Wirklichkeit eines Einsatzes an der Front konfrontiert wird, und darüber zusammenbricht. Er ist derjenige der die Reaktion der breiten Masse verkörpert, und so den Zuschauer mit in die Handlung nimmt. Auch Jörg Schüttauf, aus dem Korsett des Tatortkommissars befreit, glaubte ich sofort, daß der von ihm gespielte Hauptmann seine Truppe beschützen wird, um welchen Preis auch immer, der dabei aber den Menschen in sich nicht vergisst. David Rott als Feldwebel Marco Bogner verkörpert den Schwarm der weiblichen Bundeswehroffiziere, aber sein Charme kann seine dunkle Seite nicht verdecken. Was ich allerdings im Film vermisst habe, war eine echte Szene (welche auch immer) zwischen David und Maximilian, nicht nur ein halber Satz. Schließlich haben sie 2003 in ihrem ersten Film "Männer wie wir" ein Liebespaar gespielt, und es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie inzwischen an ihren Rollen gewachsen sind und nun zusammen spielen.

Nach Filmende hätte das Publikum die Möglichkeit gehabt, Fragen an die Anwesenden zu stellen. Aber entweder gab es keine, oder es ging den anderen wie mir - sie waren einfach überwältigt von dem was sie gerade gesehen hatten. Also endete dieser Nachmittag mit der Vorführung der langen Version des Videoclips, den Ben Affleck unter Verwendung von 'Gimme Shelter' der Rolling Stones gedreht hatte, um damit zur finanziellen Unterstützung des UNO-Flüchtlingshilfe aufzurufen.

Wo sich der Film "Hotel Ruanda" von Terry George auf die afrikanische Zivilbevölkerung konzentriert hatte und die Massaker in Ruanda, einem Nachbarstaat vom Kongo zeigte, konzentriert sich dieser Film auf das Innenleben der Soldaten, die zum Schutz und zur Unterstützung ins Land gekommen waren. Beide Filme zusammen geben einen Einblick in das was die meisten außerhalb Afrikas schon vergessen haben.

Als wir dann das Gebäude verließen, trafen gerade die Schauspieler des nächsten Films "Sie hat es verdient" ein, und auf die schossen sich die Photographen ein!
© EFi, 29. Juni 2010

Englischsprachige Version "We are the good guys" (ausserdem über "The Road" mit Viggo Mortensen und "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" mit Brigitte Hobmaier und Florian Brückner) in meinem MySpace Blog 'Random Musings and Impure Thoughts'.

Alle folgenden Bilder können durch Anklicken vergrössert werden.

Click to enlarge Maximilian Brückner über seine Rolle: Mein Gott, der Werner ist, glaube ich, so der typisch Deutsche, der nach Afrika kommt und ein bißchen was erleben will. Vielleicht ein paar Schwarze sehen will, so ungefähr und sieht das eher als Abenteuerurlaub. Und wird dann von der Realität wirklich überfahren. Der zerbricht hier. Ich glaube, der tritt danach vielleicht aus der Armee aus. Es ist nicht einfach. Mit dem ganzen Umständen kommt er nicht klar. Es ist so diese typisch westliche Haltung. Man kommt hier rüber und denkt: Spende ein paar Euro und dann ist die Welt wieder alles in Ordnung.
Ja, das ist eine kleine Rolle, eine sehr feine, aber deswegen mag ich sie auch sehr gern.

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Jörg Schüttauf. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
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Florence Kasumba, Maria Simon, David Rott. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
Ungewöhnlich für das deutsche Fernsehen - Leichen und Vergewaltigungen sind in Kongo an der Tagesordnung
Im ZDF-Fernsehfilm "Kongo" spielen die beiden Schauspieler Jörg Schüttauf und David Rott zwei Soldaten einer deutschen Elite-Einheit, die im Ostkongo einen Einsatz der Bundeswehr unterstützt. Im Interview geben die Beiden Einblick in ihre Rollen. Zudem äußern sie sich zur politischen Situation im Kongo, welche ein wichtiges Thema des Films darstellt.

In Kongo spielen Sie deutsche Elite-Soldaten im Auslandseinsatz. Wie würden Sie die Situation Ihrer Figuren beschreiben?
David Rott: Die Aufgaben der Soldaten in unserem Film ist die Gewährleistung von Sicherheit - also letztlich ein Polizei-Mandat. Die Befugnis zu schießen beispielsweise, besteht nur im Verteidigungsfall. Die Situation, in den von ihnen kontrollierten Gebieten, ist eine kriegsähnliche mit Leichen und Vergewaltigungen an der Tagesordnung. Diesen Zuständen ohnmächtig beiwohnen zu müssen, stellt den von mir gespielten Soldaten auf eine schwere Belastungsprobe.
Jörg Schüttauf: Ein Mann wie Kosak hat gewusst, auf was er sich da einlässt, wenn er da runtergeschickt wird, ja einlassen muss, weil es sein verfluchter Job ist. Aber ständig den bärbeißigen Vorgesetzten zu mimen, der Härte und Vertrauen in seine Truppe ausstrahlt, geht auch ihm ganz schön an die Substanz. Gelesen und auch dargestellt habe ich die Figur so, dass er nicht geglaubt hat, was seine Soldaten da Unmenschliches getan haben und aus diesem Grunde auch daran zerbricht.
Was dachten Sie, als Sie das Drehbuch zum ersten Mal gelesen haben?
Jörg Schüttauf: Das ist ja mal etwas ganz Aktuelles und zugleich spannend erzählt.
David Rott: Das Lesen des Drehbuches hat mich sehr neugierig gemacht, denn ein Film dieser Thematik ist für das deutsche Fernsehen ungewöhnlich - ich habe bislang noch keinen gesehen.
Wie haben Sie sich auf den Film vorbereitet?
Jörg Schüttauf: Ich habe versucht, einen geraden Rücken zu kriegen und ab und zu das Grüßen geübt - Hand ans Käppi.
David Rott: Ich habe mir die Haare auf 14 Millimeter geschnitten.
Die Angst ist ein ständiger Begleiter der Soldaten im Film. Wie haben Sie sich diesem Gefühl genähert?
Jörg Schüttauf: Nun, in gewisser Weise hat meine Figur auch Angst, nämlich vor der Wahrheit und vor dem ständig auftauchenden Gedanken “Was machen wir hier eigentlich?”. Und jeden Tag wird man merken, dass den Leuten mit einer recht machtlosen Truppe auch nicht wirklich geholfen ist. Das Klima von Misstrauen und dem Wissen über den eigentlichen Einsatzbefehl und seine Absichten sind auch in solchen Lagern ständig präsent. Ich bin mir nicht sicher, ob der Kosak eine Karte oder eine SMS von zu Hause von seiner längst geschiedenen Frau bekommt. Ich meine, ich möchte kein Kosak sein.
David Rott: Das Anschauen von thematisch relevanten Filmen wie 'Hotel Ruanda' oder 'Shooting Dogs' hat sicherlich geholfen, mir die Situation plastischer zu machen.
Hat sich Ihre Sicht auf Soldaten, die in Krisengebieten im Auslandseinsatz sind, durch Kongo verändert?
Jörg Schüttauf: Nein, ich kenne junge Männer aus meinem Antiaggressionstraining, denen es da unten auch nicht so gut ging, und so war ich mit der Materie vertraut.
Welche Bedeutung hat der Schauplatz Afrika Ihrer Meinung nach für den Film?
David Rott: Afrika könnte auch Afghanistan heißen, der Ort ist stellvertretend für den Einsatz einer deutschen Bundeswehreinheit im Ausland. Jede Krisenregion bringt ihre eigene Problematik mit sich. Das Spezielle an Afrika (in unserem Falle der Kongo) ist, dass es trotz katastrophalster Zustände - Massenvergewaltigungen, Hunderten von Toten jährlich usw. - in unserem Bewusstsein nicht wirklich vorkommt. Die Präsenz in den Medien ist eine untergeordnete. Und eben das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Unterschied zu Afghanistan.
Jörg Schüttauf: Ein zentrales Thema des Films handelt von Kindersoldaten, und meines Wissens sind dort ganze Armeen von Minderjährigen rekrutiert, den Familien entrissen, sofern noch am Leben, um als Kanonenfutter aufeinander gehetzt zu werden. Da liegt es nahe, den Film dort spielen zu lassen, wo diese furchtbare Tatsache tägliche grausame Realität ist.
Wie haben Sie die Dreharbeiten in Südafrika im Unterschied zu deutschen Filmsets erlebt?
David Rott: Vor allem die Dreharbeiten an der Wild Coast, in der Transkei, waren starken Wetterumschwüngen unterworfen und die schöne deutsche Ordnung war binnen kurzer Zeit dahin. Das ist anstrengend, macht einen aber auch spontaner. Mehr Anarchie ist oft nicht das Schlechteste.
Welchen Eindruck hat der fertige Film bei Ihnen hinterlassen, als Sie ihn zum ersten Mal gesehen haben?
Jörg Schüttauf: Ich war erleichtert und beeindruckt, dass durch Schnitt und Musik eine dichte Atmosphäre geschaffen wird, welche dem spannenden Thema gut tut und sich das doch etwas hektische Treiben vor Ort mehr als gelohnt hat.
David Rott: "Kongo" ist ein Film, der sich mittels einer Krimi-Struktur der Situation der deutschen Auslandssoldaten nähert und seine Fragen genau zu einer Zeit stellt, in der die Frage nach dem Fortbestand der Bundeswehr und seiner Aufgaben beinahe täglich in den Medien laut wird.
Das Interview führte Petra Seckler.
Quelle: ZDF
Die harte Realität der Soldaten im Auslandseinsatz
Der Auslandseinsatz von deutschen Soldaten in den entlegendsten Winkeln dieser Welt und seine Folgen sind schon lange ein heftig diskutiertes Thema bei uns. Regisseur Peter Keglevic hat sich mit dem Kriegsdrama "Kongo" mal an die filmische Umsetzung gewagt.
Gestern hatten wir ein Interview mit den beiden Hauptdarstellern David Rott und Jörg Schüttauf, heute schieben wir das Interview mit Regisseur Peter Keglevic nach. Er spricht darüber, was ihn an dem Thema gereizt hat, wie sein Film zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr steht und über die Angst der Soldaten.

Kongo schildert eindringlich die harte Realität von Soldaten im Auslandseinsatz. Was hat Sie an diesem Thema gereizt?
Peter Keglevic: Wie Sie sagen: die harte Realität der Soldaten im Auslandseinsatz. Bloß, dass die Öffentlichkeit kaum etwas darüber weiß. Mich interessierte, diese Tür zu diesen geheimnisvollen, unbekannten Unternehmungen in der weiten Ferne ein wenig aufzustoßen. Einen Blick hineinzuwerfen, wie ihn Nachrichten nicht vermitteln. Oberleutnant Nicole Ziegler, Ermittlerin bei den Feldjägern, wird bei ihrem ersten Auslandseinsatz in den Ostkongo geschickt, um einen angeblichen Selbstmord eines Kameraden aufzuklären.
Welche Bedeutung kommt dieser Figur zu?
Peter Keglevic: Eine entscheidende. Sie ist der Motor der Geschichte. Sie ist das Sandkorn im Getriebe. Sie ist das Fragezeichen, auf das es nach und nach viele - vorerst zurückgehaltene - Antworten gibt. Unangenehme Antworten, unangenehme Wahrheiten.
Ein ständiger Begleiter der Soldaten ist die Angst. Wie weit wollten Sie bei der Inszenierung von Angst gehen?
Peter Keglevic: So weit, dass sie der Zuschauer nachvollziehen kann. Die Urangst spüren. Kein Horrorfilmschreck.
In Kongo werden deutsche Soldaten nicht zu Helden stilisiert. Was ist die Intention dahinter?
Peter Keglevic: Soldaten sind per se keine Helden. Kriegerische Aktionen und Taten sind per se keine Heldentaten. Und in unserer Geschichte schon gar nicht.
Kongo zeigt die Verletzungen der Seele, die Soldaten bei einem Auslandseinsatz erleiden können. Welche Bedeutung hat die fiktionale Auseinandersetzung mit diesen Traumata für Sie?
Peter Keglevic: Es muss diese Geschichten und Filme geben, die sich mit den verletzten und beschädigten Seelen der Kriegs- oder Einsatzteilnehmer beschäftigen. Diese Themen werden in der Öffentlichkeit nicht sichtbar und kaum hörbar behandelt. Ein verletzter Soldat, physisch oder psychisch, wird vor dem Heimatpublikum versteckt. Tatsächlich braucht er aber all unsere Aufmerksamkeit.
In der Öffentlichkeit wird der Einsatz der Bundeswehr zunehmend kritisch diskutiert, vor allem ob das Mandat der Bundeswehr sinnvoll oder sinnlos sei. Nimmt Kongo eine Position zu dieser Frage ein?
Peter Keglevic: Die Summe des Films ergibt eine Position: Junge Menschen, die im Allgemeinen noch ein langes, reiches Leben vor sich haben, werden vollkommen unvorbereitet in die Nähe des Todes und des Sterbens geschickt. Sie sind trainiert, auf allen Vieren zu robben und mit einem Sturmgewehr zu schießen, aber niemand hat ihnen gesagt, wie der Tod auszuhalten ist, wie der Geruch des Sterbens. Man geht so leichtfertig mit diesen jungen Menschen um. Man nützt ihre Begeisterung aus und schickt sie unvorbereitet - psychisch und technisch zweitklassig ausgerüstet - ins Grauen.
Welche Herausforderungen bargen die Dreharbeiten zu Kongo?
Peter Keglevic: Äußerlich betrachtet das Übliche: Wetter, Regen, Sturm. Aber das kennt man. Tatsächlich war am schwierigsten, dass all meine jungen Schauspieler, dieses Leid, diesen Schmerz ihrer Figuren nachvollziehen und darstellen können.
Wie war die Zusammenarbeit mit der Hauptdarstellerin Maria Simon?
Peter Keglevic: Maria ist ein Geschenk des Himmels.
Das Interview führte Simone Rauchhaus, mit Material des ZDF.
Quelle: moviepilot, 18.09.2010




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Regisseur Peter Keglevic, Maria Simon. Photo:© ZDF/Kelly Walsh

TV-Tipp: Friedenseinsatz im "Kongo"
Regisseur Peter Keglevic mag kein Wespennest auslassen. Diesmal sticht er in den Kongo (20.15, ZDF).
Ein Militärkrimi. Eine fiktive Geschichte über Mord und Selbstmord bei einem Friedenseinsatz deutscher Soldaten. Peter Keglevic über seinen neuen brisanten Film:
Kurier: Wie haben Sie und Ihr Team sich dem Thema von "Kongo" genähert?
Peter Keglevic: Wir haben uns mit Militäreinsätzen von Afghanistan über den Kosovo bis Ruanda befasst, mit Filmen wie "The Deer Hunter", "Apokalypse Now" und der belgischen Doku "They Don't Shoot Dogs" über Kindersoldaten. Da sagt ein Achtjähriger: "Wir haben ihn zerhackt und zerhackt, bis die Fliegen seine kleinen Teilchen wegtragen konnten." Das bleibt einem im Gedächtnis, das ist so schrecklich, davon muss man dem Zuschauer etwas mit auf den Weg geben. Ich war geistig auch bei Joseph Conrads Roman "Herz der Finsternis", der beschreibt, wie jemand immer mehr in die Düsternis eindringt. So etwas wollte ich filmisch schaffen.
Fragen, die Ihr Film aufwirft, sind: Warum bringt man europäische Soldaten in die Region? Was tun wir dort?
PK: Gegenfrage: Wäre es ohne uns "dort" nicht viel schlimmer? Wir hatten zum Film eine Diskussionsrunde mit Militärs, Menschen, die auch Afghanistan-Erfahrung haben, und einer sagte: Es sei merkwürdig, dass die Deutschen in den neun Jahren, die sie in Afghanistan mitmischen, nichts erreicht hätten. Ist der Schutz, der Frauen und Mädchen zumindest kurzfristig gewährt werden konnte, nichts gewesen? Die Soldaten wollen etwas Gutes tun, sind aber chancenlos ... Ich kann Ihnen keine politische, gesellschaftliche Antwort geben.
Und eine persönliche?
PK: Vielleicht muss man militärische Auslandseinsätze ändern, wie sich die Entwicklungshilfe in den letzten Jahren verändert hat: Den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben. Die richtige Idee muss her - und auch darauf habe ich keine Antwort: Zu sagen, was die richtige Idee wäre.
Sie drehten in Südafrika. Wie haben Ihre Partner vor Ort den Film aufgenommen?
PK: Ich hatte viele Mitarbeiter aus dem Kongo am Set, die haben große Teile der Geschichte als so existierend bezeichnet. Die schwarzen Südafrikaner betreiben Rassismus gegenüber Flüchtlingen aus dem Kongo. Da erschlägt der Schwarze den Schwarzen. Das sind eklatante Probleme, eine nicht enden wollende Spirale der Gewalt.
Sie hatten jugendliche Schauspieler als "Kindersoldaten". Wie führt man die?
PK: Mit vielen Gesprächen. Das war ein mühseliges Unterfangen, weil die Kinder sehr schweigsam und sehr scheu waren. Ich hatte nur zwei "Profi"-Schauspieler, die schon TV-Serien-Erfahrung hatten. Die anderen hatten noch nie eine Filmkamera gesehen. Die Jugendlichen treten zwar martialisch auf, sind aber in keiner Gewaltszene dabei. Ich wollte diese Kinder in nichts hineinhetzen, das sie nicht verstehen und nicht verarbeiten können. Denn auch an diesem friedlichen Platz, wo wir gedreht haben, herrscht ein für uns schockierend archaisches Denken vor.
Sie lassen als Regisseur kein Wespennest aus, in das man stechen kann.
PK: Ja, ich mag das gerne. Man muss als Filmemacher dahingehen, wo's wehtut, wo man die Münze mit den zwei Seiten zeigen kann. In der erwähnten Diskussion tauchte von militärischer Seite sehr schnell das Argument auf: Die Bundeswehr war ja so gar nicht im Kongo. Aus diesem Reflex heraus sieht man, dass man den Inhalt unseres Films als pure Erfindung abtun will. Natürlich ist der Film Fiktion, aber die Story als solche stimmt. Man muss ihn als eine Art Gleichnis verstehen. Und die Wahrheit muss auf den Tisch kommen.
Vorausgesehen: Kongo 20.15, ZDF-D, 2010. Von Peter Keglevic; mit Maria Simon, Jörg Schüttauf, Maximilian Brückner, Florence Kasumba
Militärpolizistin Ziegler wird in den Ostkongo geschickt, wo deutsche Soldaten als Teil der EUFOR-Truppen einen UNO-Einsatz unterstützen. Einer der Soldaten hat Selbstmord begangen. Diesen Fall soll Ziegler klären, doch stößt sie nicht nur auf eine Mauer des Schweigens unter den Kameraden, sondern auch auf ein obskures Handy-Video, auf dem die Exekution eines schwarzen Jugendlichen zu sehen ist. Zieglers Mission läuft schließlich völlig aus dem Ruder...
Dem Salzburger Peter Kegleciv ist mit "Kongo" ein besonderes Stück Fernsehen gelungen: Das Thema ist brisant, die Bildästhetik kann sich mit der amerikanischer Antikriegsfilme messen, das Schauspiel ist intensiv. Dass die Idee für die Geschichte im Afghanistan-Krieg fußt, dass Produzent Christian Granderath aber sagt, hätte man sie dort belassen, "wäre die Finanzierung (des Films) noch komplizierter geworden", ist auch spannend.
Michaela Mottinger, Kurier.at
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David Rott, Hannes Wegener. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
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Maria Simon, Maximilian Brückner. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
Kongo - Vom schwierigen Krieg
Im Krieg gibt es weder einfache Wahrheiten noch leichte Lösungen. Eine Aussage, der viele zustimmen werden und die doch so schwer in einen publikumswirksamen Film zu übersetzen ist. Zumal einem Streifen mit recht begrenztem Budget. Der Bundeswehr-Krimi "Kongo" hat es trotzdem geschafft. Er erzählt von einem fiktiven deutschen Auslandseinsatz im Kongo. Oberleutnant Nicole "Nikki" Ziegler (Maria Simon), Ermittlerin bei den Feldjägern, muss den Tod eines Soldaten aufklären. Offenbar hat er Selbstmord begangen. Das beim Münchener Filmfest preisgekrönte Fernsehspiel ist spannend inszeniert und zeigt dennoch die Komplexität heutiger "asymmetrischer" Kriege.
René Wenz ist tot. Offenbar hat sich der Soldat in der Kantine des schmuddeligen Feldlagers der Bundeswehr im ostkongolesischen Bukavu erschossen. Der sensible Wenz kam mit den schwierigen Verhältnissen im zentralafrikanischen Bürgerkriegsgebiet nicht klar. Zudem wollte ihn seine Frau in Deutschland verlassen.
Die idealistische Ermittlerin (stark: Maria Simon) will sich dennoch nicht mit dem Offensichtlichen zufriedengeben. Hauptmann Kosak (Jörg Schüttauf), der sie eher zurückhaltend begrüßt, verweigert sie einen Dienst "nach Vorschrift". Stattdessen recherchiert die junge Ermittlerin gewissenhaft mit ihren naiv-forschen Assistenten Werner Malinck (Maximilian Brückner) und stößt dabei auf ein brutales Video, das deutsche Soldaten bei einem blutigen Verbrechen zeigt.
Wäre nicht Oberst Lonsky (Götz Schubert), Kommandeur der deutschen Truppe, auf ihrer Seite - Nikki Ziegler hätte wohl nur Gegner im heißen, unübersichtlichen Kriegsgebiet. Außerhalb des Bundeswehrlagers kämpfen mehrere Parteien um die Vorherrschaft in der Region. Während die Deutschen nur dann schießen dürfen, wenn sie angegriffen werden, kennt zum Beispiel die Brutalität der Kindersoldaten um einen mythischen Anführer namens Captain Crocodile keine Grenzen. So erzählt eine Dorfbewohnerin in einer bedrückenden Szene davon, dass sie Milizen Geld dafür bezahlen musste, damit diese ihre Kinder "nur" erschießen und sie nicht auf quälendere Weise töten. Schließlich kommt Nikki Ziegler im Dickicht des Dschungels einem Verbrechen auf die Spur. Doch sie droht auch den Überblick und ihre eigenen Ideale zu verlieren ...
"Kongo" schafft es, dem Primetime-Publikum ein recht sperriges Thema spannend und überzeugend nahe zu bringen. Für die Spannung ist vor allem Regisseur Peter Keglevic zuständig, der für RTL Filme wie den Event-Katastrophenfilm "Tarragona - Ein Paradies in Flammen" inszenierte und dabei bewies, wie man mit überschaubarem Geld Bilder bauen kann, die nach großem Action-Kino aussehen. Einer, der zudem jene Art von "knisternder Spannung" erzeugen kann, die ein großes Publikum in seinen Bann zieht. Ganz im Gegensatz zu den manchmal etwas vordergründig inszenierten Thrill-Effekten steht die klug geschriebene Geschichte von Drehbuchautor und Filmemacher Alexander Adolph ("So glücklich war ich noch nie", "Die Hochstapler"), dessen Arbeiten sich häufiger auf intelligent-unterhaltende Art mit dem Spiel um Schein und Sein beschäftigen.
Auch das Spiel des hochkarätigen Ensembles verdient ein Sonderlob - allen voran Maria Simon, eine der besten deutschen Understatement-Schauspielerinnen derzeit. Dass "Kongo" als Kriegs-Thriller, der er nur am Rande ist, nicht mit Hollywoodmesslatten der Marke "Black Hawk Down" mithalten kann, versteht sich von selbst - das in Südafrika Film gedrehte Fernsehspiel kostete lediglich zwei Millionen Euro.
Quelle: teleschau der Mediendienst
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Werner Malinck (Maximilian Brückner) und Niki Ziegler (Maria Simon) in der Kantine. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
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Maria Simon, Maximilian Brückner. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
In Soldaten sehe ich jetzt immer die jungen Menschen
Maria Simon spielt in diesem Fernsehfilm die junge Feldjägerin Nicole Ziegler, die den mutmaßlichen Selbstmord eines Soldaten aufklären soll. Dabei kommt sie Kriegsverbrechen auf die Spur, die sie schwer erschüttern. Die Schauspielerin beschreibt neben ihrer Rolle auch ihre eigene Erfahrung bei den Dreharbeiten in Afrika und in der Auseinandersetzung mit dem Stoff.

In "Kongo" spielen Sie Oberleutnant Nicole Ziegler, eine Ermittlerin bei den Feldjägern. Wie würden Sie Ihre Figur beschreiben?
Maria Simon: Zielstrebig, mutig, naiv, (noch) kinderlos. Ich weiß nicht, ob sich eine Frau solch' eine Aufgabe sucht, wenn sie Mutter wäre.
Nicole Ziegler muss bei ihren Ermittlungen viele Rückschläge einstecken und erlebt Momente der Ohnmacht. Wie verändert sie sich im Laufe des Films?
Maria Simon: Sie macht knallharte, praktische Erfahrungen in ihrem Beruf - weg vom Schreibtisch, nach Afrika, in den Dschungel, in den Krieg. Eine komplett neue Situation. Sie überkommt ein noch nicht erlebtes Gefühl von Angst - sie wird erwachsen!
Wie haben Sie sich auf die Rolle einer Soldatin vorbereitet?
Maria Simon: Ich habe mir Filme über diese Thematik angeschaut und in mir nach dem Motor gesucht, der mich dazu bringen könnte "Krieg machen" zu lernen. Die einzige Situation, in der ich mich als Soldatin sehen könnte, wäre a) ohne Kinder und b) in einem Kampf, in einer Art großen Revolution für mehr Menschlichkeit und weniger Geldmacht.
"Kongo" beruht zum Teil auf Erlebnissen einer Feldjägerin im Afghanistan-Einsatz. Haben Sie sie im Vorfeld getroffen? Wie war diese Begegnung?
Maria Simon: Ja, wir haben uns intensiv ausgetauscht und ich habe diese Frau und ihre Erlebnisse auf mich wirken lassen. Es war eine wichtige Begegnung im Vorfeld der Dreharbeiten, für die ich dankbar bin.
Zentrales Thema von "Kongo" ist Angst und wie sie die Menschen verändert. Wie haben Sie sich diesem Thema genähert?
Maria Simon: Ich habe mir gedacht: Muss ich dort in Afrika jetzt wirklich Angst haben vor den Menschen, der Armut, den Insekten, Elefanten, Löwen? Nein! Es gibt keinen Grund. Hätte ich Angst zugelassen, wäre mir bestimmt etwas passiert. Die eigenen Gedanken machen aus der Welt, was sie ist. Das ist mir dort in Afrika, am anderen Ende der Welt, in vielerlei Hinsicht noch mal klar geworden.
Hat sich Ihre Sicht auf Soldaten, die in Krisengebieten im Auslandseinsatz sind, durch "Kongo" verändert?
Maria Simon: Ich frage mich nach wie vor, ob solche Einsätze überhaupt der richtige Weg sind und mache mir natürlich nach dem Dreh noch mehr Gedanken. Wenn ich jetzt Soldaten sehe, sehe ich zuerst die jungen Menschen, die eine Uniform tragen und dann, wenn überhaupt, erst den Soldaten.
Was waren die Herausforderungen bei den Dreharbeiten zu "Kongo"? Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen in besonderer Erinnerung bleiben wird?
Maria Simon: Die irren Regengüsse, Sturm, Hitze und Kälte wechselten sich unberechenbar ab. Das war eine große Herausforderung in der knappen Zeit. Ich habe einem afrikanischen Jungen bei der Sonntagsmesse mit Musik und Gesang in Kapstadt den Rotz von der Nase abgewischt. Das waren sehr eindrucksvolle Momente, neben ganz vielen anderen bewegenden Erlebnissen.
Das Interview führte Simone Rauchhaus.
Quelle: ZDF


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Maria Simon, Jörg Schüttauf. Photo:© ZDF/Kelly Walsh

Maria Simon spielt in "Kongo" (Mo., 18.10., 20.15 Uhr, ZDF)
Sie hat es sich etwas einfacher vorgestellt - das reduzierte Spiel der militärischen Gesten in ihrer Rolle als Feldjägerin in "Kongo". Der ZDF-Krimi erzählt von einem Bundeswehrlager während eines fiktiven Auslandseinsatzes in Afrika. Schauspielerin Maria Simon, die derzeit als neue berlin-branderburgische Kommissarin im "Polizeiruf 110" vor der Kamera steht, wurde 2003 durch den Episodenfilm "Lichter" bekannt und erlebte ihren Durchbruch als Schwester von Daniel Brühl in "Goodbye Lenin". Die Mutter dreier Kinder gilt als Frau, die Rollen etwas Besonderes gibt. Im Interview spricht die 34-Jährige über gebrochene Vorurteile gegenüber der Bundeswehr und über den Grund, warum sie jede ihr angebotene Rolle annimmt.

teleschau: Sie spielen eine Soldatin, eine Militärpolizistin. Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?
Maria Simon: Ich durfte eine Feldjägerin, wie die Militärpolizistinnen bei der Bundeswehr heißen, einen Tag auf ihrer Dienststelle besuchen. Es war eine junge Frau, die mit der Rolle recht viel gemein hat: ein junger Oberleutnant, und sie war bereits im Auslandseinsatz - in Afghanistan.
teleschau: Wie empfanden Sie diese Begegnung?
Maria Simon: Sie war wichtig, sehr intensiv und auch angenehm. Dieser Tag hat mir geholfen, eine Menge Vorurteile über den Haufen zu werfen.
teleschau: Wie meinen Sie das?
Maria Simon: Es ging schon mit dem Äußeren los. Eine schöne, zierliche und intelligente Frau. Weich und trotzdem zielstrebig. Sie arbeitet auf ihrer Dienststelle in einer Vorgesetztenfunktion und bekommt das prima hin, wird respektiert. Das würde man als Außenstehender nicht unbedingt alles so erwarten.
teleschau: Eine junge, intelligente Frau, die sich freiwillig in diesen Job begibt, nach Afghanistan reist - haben Sie nach der Motivation der Feldjägerin für ihren Beruf gefragt?
Maria Simon: Gefragt direkt nicht. Solche Begegnungen laufen bei mir auf einer anderen Ebene ab. Ich bin eine Sammlerin von Eindrücken. Es ist mir eher fremd, jemanden auszufragen. Ich habe verstanden, dass diese Frau eine Herausforderung in ihrem Job gesucht hat - in Bezug auf ihren Körper, in Sachen Kameradschaft und Gemeinschaft. Sie hat in Afghanistan unter anderem einheimische Frauen zu Polizistinnen ausgebildet. Sie begleitete Mädchen in die Schule. Ich kann verstehen, dass man dabei das Gefühl bekommt, etwas Sinnvolles zu tun. Sie sagte mir, dass sie die Entscheidung immer wieder so treffen würde.
teleschau: Was fanden Sie selbst an der Rolle am schwierigsten?
Maria Simon: Die Körperlichkeit. Wir drehten in Südafrika, und ich musste mich dort in den Alltag eines deutschen Militärlagers einfinden. Das hieß, Uniform tragen. Strikte Vorschriften einhalten, was die eigene Bewegung und das Miteinander betrifft. Wenn ich zu einem Vorgesetzten gehe und ihm etwas sage, läuft das alles sehr reduziert ab. Ich kann beim Erzählen nicht mit den Armen rumfuchteln. Für mich als Schauspielerin war die Kargheit der möglichen körperlichen Äußerung schon eine Herausforderung. Das klassische Strammstehen gibt es bei der Bundeswehr zwar wohl nur noch selten, aber man kann nicht viel machen, ohne aus der Rolle zu fallen. Bei dieser Rolle habe ich mir oft die Frage gestellt, in welchem Moment ich eine Soldatin spiele und in welchem den Menschen dahinter. Aber das ist für die Leute in Uniform ja selbst oft ein Problem.
teleschau: "Kongo" setzt sich durchaus kritisch mit den Auslandseinsätzen auseinander. Inwieweit hat die Bundeswehr Einfluss auf den Film nehmen wollen?
Maria Simon: Wir sind da zunächst mal auf große Offenheit gestoßen. Die Bundeswehr hat uns Fachberater und Kontaktleute gestellt. Die sind offenbar selbst daran interessiert, dass kritische Themen rund um die Armee auch gesellschaftlich diskutiert werden. So weit ich weiß, gab es im Nachhinein noch ein paar Unstimmigkeiten zwischen Produktion und Bundeswehr, weil seit Beginn des Filmprojektes einfach sehr viel passiert ist, vor allem in Afghanistan. Da wurde man wohl doch etwas nervös.
teleschau: Welche Einstellung haben Sie nach dieser Arbeit zur Bundeswehr?
Maria Simon: Wenn ich jetzt über die Bundeswehr rede, sehe ich vor allem junge Menschen vor mir, keinen Apparat. Die Armee, das ist ein Querschnitt durch unsere Bevölkerung - was ich gut finde. Dass dort bald vielleicht nur noch Leute sind, die sich freiwillig gemeldet haben, macht mir ein bisschen Angst.
teleschau: Wovor haben Sie Angst?
Maria Simon: Dass eben dieser Querschnitt verloren geht. Momentan kommen dort noch Leute aus ganz unterschiedlichen Schichten und mit verschiedenem Bildungshintergrund zusammen. Ich habe Angst davor, dass die Bundeswehr jene jungen Männer magnetisch anzieht, die Bock auf Krieg haben.
Quelle: teleschau der Mediendienst
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Maximilian Brückner und Florence Kasumba. Photo:© ZDF/Kelly Walsh
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Congo
Senior Lieutenant Nicole (Nicki) Ziegler, a German military police officer, is deployed to Bukavu in Eastern Congo, where German elite soldiers are part of a UN peacekeeping mission. She is assigned to investigate the death of a soldier who apparently shot himself in the bar of the armycamp. All of the initial evidence suggests suicide: the soldier was unable to cope with his disturbing experiences in the conflict and it seems his wife was planning on leaving him. But when Nicki discovers a video on the dead man's cellphone, his death appears in a totally different light: Nicki suspects murder, not suicide and puts herself in danger...
Production Notes.
Source: Website of the 28th Munich Filmfest

DVD DVD Erscheinungstermin: 22. Oktober 2010
Studio: Universum Film GmbH
Genre: TV-Format; Format: Dolby, PAL; Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0); Untertitel: Dt. für Hörgeschädigte, Englisch; Bildformat: 16:9 - 1.77:1; FSK: ab 12 Jahre;  Spieldauer: 90 Minuten
Bonusmaterial: 'Leute Heute' Beiträge über Maximilian Brückner & Jörg Schüttauf und Götz Schubert & Maria Simon
Trailer: The Pillars of the Earth, Westflug, CSI, Der Kommissar, diverse Fernsehserien

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Transcripts und Screencaps: EFi 
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Seite erstellt am 3. Oktober 2009 von EFi ; ergänzt am 7. Juni 2011
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